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Abgeschirmte Leitungen (engl. Screened cable)

Leitungen mit Schirm in Außenlage oder über den Adern oder im Doppelmantel. Der Schirm kann aus Geflecht, Folie oder Massivmetall bestehen. Bei Folie wird ein Beidraht der Beilauflitze verwendet. Kennzeichnung „C“, bei zusätzlicher PVC-Ummantelung „CY“, wenn Kupfergeflecht verwendet wird.

Ablängen (engl. Trimming)

Kabel und Leitungen werden zu Standardlängen, z. B. 50 m, 100 m, 500 m, auf Kabeltrommeln oder Ringen (bei Einzeladern) aufgerollt und auf Lager gelegt. Wünscht ein Kunde eine kürzere Länge als die Standardlänge, so wird dies für den Kunden von der Standardlänge abgeschnitten. Dafür ist ein Ablängzuschlag vom Kunden zu entrichten.

Ableitstrom (engl. Leakage current)

Ableitstrom nennt man den über die Betriebsisolierung eines Verbrauchsmittels zur Erde oder einem fremden leitfähigen Teil fließenden Strom. Er kann als reiner Wirkstrom oder auch als Wirkstrom mit kapazitivem Anteil vorkommen. In VDE 0700-1 „Sicherheit elektrischer Geräte für den Hausgebrauch und ähnliche Zwecke“ sind folgende Ableitströme genannt:
● Für Geräte der Schutzklasse 0 und 0I 0,5 mA
● Für ortsveränderliche Geräte der Schutzklasse I 0,75 mA
● Für ortsfeste Motorgeräte der Schutzklasse I 3,5 mA
● Für ortsfeste Wärmegeräte der Schutzklasse I 0,75 mA oder 0,75 mA/kW, max. 5 mA
● Für Geräte der Schutzklasse II 0,25 mA
● Für Geräte der Schutzklasse III 0,5 mA
Bei der Betrachtung von Ableitströmen für eine gesamte Anlage (wichtig z. B. auch bei FI-Schutzeinrichtungen) ist neben dem Ableitstrom der Verbrauchsmittel auch der Ableitstrom (Fehlerstrom) der Leitungen zu berücksichtigen.

Abmessung (engl. Dimension)

Ein Begriff für die geometrische Größe eines Drahtes oder einer Litze als Durchmesser oder als Querschnitt. Wird oft zusammen mit der Aderzahl verwendet, z. B. 18 x 1,5 mm2.

Abriebbeständigkeit (engl. Wear resistance)

Eigenschaft eines Kabels, Drahtes oder Materials, dem Oberflächenverschleiß standzuhalten.

Abschirmung (engl. Shielding)

Aus gut leitendem Material bestehende Hülle über einer einzelnen, einer Gruppe oder über alle Adern einer Leitung. Abschirmungen dienen dazu, die Leitung vor dem Eindringen elektrischer und/oder magnetischer Felder zu schützen oder den Austritt elektrischer Störungen aus einer Leitung zu verhindern. Die Abschirmungen werden auf verschiedene Art und Weise vorgenommen: Als Geflecht oder als → Um­spinnung aus Kupferdrähten, als Folienbewicklung aus Kupfer oder Aluminium, oder in Form geschlossener rohrförmiger Körper aus Kupfer oder Aluminium. Für die Abschirmung wird die Bedeckungsdichte in Prozent, bezogen auf die unter dem Geflecht liegende Fläche, definiert.

Absorption

Ursache für die Dämpfung eines Lichtwellenleiters.

ACR

Abkürzung für „Attenuation to Crosstalk Ratio“. Der Wert ACR gibt die Beziehung zwischen dem Nahnebensprechen und der Dämpfung bei einer bestimmten Frequenz an.

Ader (engl. Core, conductor, insulated wire)

Einzelner isolierter Leiter, z. B. aus eindrähtigem oder vieldrähtigem Kupfer bzw. Aluminium. Ader = leitender Bestandteil von Leitungen und Kabeln, Isolation farbig oder mit Ziffern gekennzeichnet.

Ader-Ident-Code (engl. Core Ident Code)

VDE-DIN-Farbcode für farbcodierte Niederspannungskabel und -leitungen nach VDE 0293-308/HD 308 S2.

Adergruppe (engl. Core group)

Für Übertragungen von Signalen oder Energie werden zwei oder mehrere miteinander verseilte Adern benötigt. Mittels zweier Adern ist es möglich, einen Stromkreis zu bilden, der Energie oder Signale übertragen kann.

Aderidentifizierung (engl. Core identification)

Farbige bzw. numerische Kennzeichnung der Einzeladern. Eine Lapp Entwicklung: Der international bewährte ÖLFLEX®-Farbcode basiert auf der farbigen Kennzeichnung der Einzeladern. 10 Grundfarben werden mit 2 mm breiten Farbwendeln kombiniert. Daraus ergeben sich 102 Farbvariationen. Gegenüber nummernbedruckten Adern wirkt sich diese Farbkennzeichnung besonders vorteilhaft aus, da eine wesentlich schnellere Zuordnung im Gerät möglich wird (Zeitersparnis).

Aderleitung (engl. Conductor)

Aderleitungen sind ein- oder mehrdrähtige Leitungen für meist feste Legung mit Gummi- oder Kunststoffisolierung (Erddraht).

Aderprüfung, Verhalten bei erhöhter Temperatur (engl. Core check, response at increased temperature)

Um den Wärmeeinfluss auf die mechanischen Eigenschaften von z. B. Isolierhüllen feststellen zu können, wird ein Prüfling in ein sog. Prüfgerät für Wärmedruckprüfung eingelegt, welches schon die Prüftemperatur hat. Die Prüfkraft richtet sich hierbei nach der Wanddicke des Prüflings. Nach einer bestimmten Lagerzeit im Wärmeschrank und anschließender Abkühlung wird die Eindrucktiefe mit dem Messmikroskop gemessen.

Aderprüfung, Verhalten bei Wärmeschock (engl. Core check, response with thermal shock)

Die Isolierhülle von Adern wird auf Wärmeschock geprüft, indem man Adern oder Streifen aus der Isolierhülle von Adern um einen definierten Dorn wickelt und ca. 1 Std. bei 150 °C in einem Wärmeschrank aufbewahrt. Nach Herausnehmen und Abkühlen auf Zimmertemperatur dürfen diese Prüflinge keine erkennbaren Risse aufweisen.

Aderumhüllungen (engl. Core wrapping)

Aderumhüllungen werden zum Schutz der Isolierhüllen bei gummiisolierten Leitungen benutzt. Sie bestehen hauptsächlich aus Folien oder Gewebebändern.

Aderverbinder (engl. Core joint)

Aderverbinder verbinden kunststoffisolierte Signalkabel- und Fernmeldeadern in einem Leiterdurchmesserbereich von 0,35 – 0,9 mm. Die Adern werden mittels speziellen Aderverbinderzangen mit den Aderverbindern verpresst und somit lötfrei in die Verbindungsmuffe eingebracht.

Adhäsion (engl. Adhesion)

Klebe-, Haft-, Dichteeigenschaft des Außenmantels einer Leitung. Eigenschaft „adhäsionsarm“ wichtig z. B. bei Verwendung der Leitung in Schleppketten um ein Aneinanderkleben zu vermeiden.

Adressbus (engl. Address bus)

System von zusammengehörigen Leitungen, auf denen Adressbits übertragen werden können.

Alterung (engl. Aging)

Die Änderung von Eigenschaften (vorzugsweise Zerreißfestigkeit und Dehnung) eines Materials in Abhängigkeit von der Zeit unter spezifischen Bedingungen wie z. B. Temperatur, UV-Strahlung, Ozon-Einfluss, chemische und thermische Belastungen usw.

Alterungsbeständigkeit (engl. Aging resistance)

Da Kabel und Leitungen oft jahrzehntelang (Lebensdauer) Umwelteinwirkungen, d. h. chemischen, elektrischen und klimatischen Einwirkungen ausgeliefert sind, sollten diese Eigenschaften untersucht werden. Hierzu werden alle in Kabel und Leitungen befindlichen Werkstoffe kurzzeitig unter extremen Bedingungen getestet. Alle Werkstoffe sollten eine sehr hohe Alterungsbeständigkeit besitzen.

Alterungsschutzmittel (engl. Antioxidant, Oxidation inhibitor)

Da Alterungsschutzmittel bei Gummimischungen färbend wirken, werden sie meist nur bei dunklen Mischungen eingesetzt. Sie verhindern frühzeitiges Verspröden der Mischungen.

Aluminiummantel (engl. Aluminium sheath)

Der Aluminiummantel ist leichter als der Bleimantel, besitzt eine bessere Leitfähigkeit und größere Festigkeit, benötigt aber unbedingt einen Kunststoffmantel als Korrosionsschutz.

Ampere

Die Stärke eines elektrischen Stromes, der durch einen Leiter strömt. Maßeinheit für die elek­trische Stromstärke (A).

Analogsignalübertragung (engl. Analog signal transmission)

Übertragung von kontinuierlich variablen Signalen, mit dem die Lichtleistung moduliert wird.

Anbaugehäuse (engl. Panel mount base)

Anbaugehäuse sind für die Durchführung der Kabel von unten konzipiert. Das Anbaugehäuse wird an Schaltschrankwänden zur Verbindung von Steuerungs- bzw. Leistungskabeln angebaut.

Anlagenaufbau für Isolierhüllen – Extrusion (engl. Machine set-up for conductor insulation – Extrusi

Aus folgenden Einzelaggregaten bestehen meistens gebräuchliche Extrusionsanlagen für Ader- und Isolierhüllen: Überkopfablauf, Drahtrichtgerät, Drahtvorheizgerät, Kapazitätsmessbrücke, Extruder, Präge- oder Signiereinrichtung, Kühlstrecke, Exzentrizitätsmessgerät, Durchmessermessgerät, Hochspannungsprüfgerät, Doppelscheibenabzug, Speicher und Doppelspulenaufwickler.

Anschlussfaser (engl. Pigtail)

Kurzes Stück eines Lichtwellenleiters an einer Laserdiode oder einem Stecker. Die Anschlussfaser ist das Koppelglied zwischen einem Bauelement und einer Übertragungsfaser und ist mit dem Bauelement fest verbunden.

Anschlussleitung (engl. Direct line, connecting cable)

Eine Anschlussleitung ist eine mit einem Kupplungsstecker konfektionierte Leitung, welche die Netzverbindung über diesen Stecker herstellt. Der feste Anschluss befindet sich innerhalb des Gerätes. Das Gerät ist ortsveränderlich. Der Kupplungsstecker enthält Schutzkontakte und ist thermoplastisch fest an der Leitung angeformt. Anschlussleitungen werden z. B. zum Verbinden von ortsveränderlichen Fernsprechapparaten benutzt.

ANSI

Abkürzung für American National Standards Institute. Gremium in den USA, welches, ähnlich der deutschen DIN, Standards entwickelt und veröffentlicht.

Antennenkabel (engl. Antenna cable)

Antennenkabel sind koaxiale Hochfrequenzkabel für Empfängeranschlüsse, Hausverteilernetze und Einzelantennenanlagen. Die Einsatzgebiete sind hauptsächlich Empfangs- und Verteileranlagen des Hör- und Fernsehrundfunks. Sie müssen eine reflexionsarme Signalübertragung gewährleisten.

Apparateleitung (engl. Telephone cord)

Leitungen an oder in Fernmeldeapparaten, bei denen eine hohe Biegebeanspruchung bzw. Flexibilität besteht.

Approbierte Leitungen (engl. Approved cables)

Approbierte Steuer- und Datenleitungen mit Approbationen, Normen wie z. B. VDE, UL/CSA.

Armierung (engl. Armouring)

Wird auch als Bewehrung bezeichnet. Armierungen dienen dem mechanischen Schutz von Leitungen und Kabeln. Sie werden auf unterschiedlichste Art und mit den verschiedensten Materialien hergestellt, je nach der zu erwartenden Beanspruchung des Kabels. Sie bestehen aus Stahldrahtgeflechten, Rund- oder Flachdrähten aus Stahl, Bandeisen oder aus Kombinationen dieser Materialien.

AS

Abkürzung für Australian Standard

ASI (engl. Actor Sensor Interface)

Bussystem für die unterste Automatisierungsebene. Ermöglicht den einfachen Anschluss von Sensoren, Aktuatoren und integrierten Systemen an die erste Steuerungsebene. Siehe → Master-Slave-Prinzip. Bis zu 248 binäre Ein- und Ausgänge pro Netz, Information und Energie auf einer Leitung, verpolsichere Anschlusstechnik, 100 m Leitungslänge oder bis zu 300 m mit Repeater, freie Baumstruktur des Netzes, Schutzart bis IP 67, Zykluszeit <5 ms, hohe Störfestigkeit und Fehlersicherheit.

ASME

Abkürzung für American Society of Mechanical Engineers (USA).

ASTM

Abkürzung für American Society of Testing and Materials (Amerikanische Gesellschaft für Prüfungen und Materialien) – USA.

ATEX-Zulassung (engl. ATEX approval)

Die Zulassung ist erforderlich zur bestimmungsgemäßen Verwendung von Geräten und Schutzsystemen in explosionsgefährdeten Bereichen.

Aufdruck (engl. Cable print)

Farbige Kennzeichnung von einzelnen Elementen oder der Kabel und Leitungen auf den Außenmänteln durch Symbole, Namen, Kennzeichen.

Aufmachung (engl. Conditioning)

Unterteilung der Fertigungslänge von Leitungen und Kabeln in Lager- bzw. Versandlängen. Üblich sind Ringe in Längen à 50, 100 und 250 m sowie Trommelbewicklungen von 250, 500 und 1.000 m je nach Gewicht.

Aufwickelanlagen, allgemein (engl. Take-up system)

Ummantelte Kabel werden i. A. auf Holz- oder Maschinentrommeln aufgewickelt. Gebräuchlichste Arten von Aufwickeleinrichtungen sind Unterwalzenaufwickler, Achsaufwickler und der Pinolenaufwickler. Kabel oder Leitungen werden je nach zulässiger Biegebeanspruchung, Zugbeanspruchung, Torsionsbeanspruchung, Aufbau des Kabels, Lagerung, mechanische Beanspruchung, Transport individuell z. B. auf Trommeln, Spulen, in Ringe, Fässer gewickelt und geliefert.

Ausbreitungsgeschwindigkeit (engl. Velocity of propagation)

Übertragungsgeschwindigkeit der elektrischen Energie in einer Länge des Kabels verglichen mit der Lichtgeschwindigkeit im freien Raum. Wird normalerweise in Prozenten ausgedrückt.

Außenkabel (engl. Outdoor cable)

Sind geeignet für die Außenverlegung in Erde, Röhren, Luft, Flüsse, Seen, Bergbau, auf Schiffen, in Innenräumen, verschiedensten Industrieanlagen usw. Der Kabelaufbau hängt von den geforderten elektrischen, thermischen, mechanischen, chemischen Verlege- und Betriebsbedingungen ab.

Außenleiter (engl. Outer conductor)

Leiter, welche Stromquellen mit Verbrauchsmitteln verbinden. Zum Beispiel L1, L2 oder L3 im Drehstromnetz, aber nicht Leiter, die vom Mittel- oder Sternpunkt ausgehen. Der Leiter ist konzentrisch um den Innenleiter eines Koaxialpaares angeordnet.

Außenmantel (engl. Outer sheath)

Geschlossene Hülle zum Schutz der darunterliegenden Aufbauelemente.

Ausgleichsleitung (engl. Compensating cable)

Ausgleichsleitungen werden im Umfeld der Temperaturmessung mit einem Thermoelement eingesetzt. (Thermoelemente z. B.: Fe/CuNi Eisen-Konstanten (blau); NiCr/Ni Nickel-Chrom- Nickel (grün); PtRh/Pt Platin-Rhodium-Platin (weiß). Ein Thermoelement besteht aus zwei Leitern aus unterschiedlichen Werkstoffen, zwischen denen je nach Temperatur eine elektrische Spannung entsteht. Eine Ausgleichsleitung überträgt nun diese Spannung vom Thermoelement zu einer Vergleichsstelle. Dort kann aufgrund der Höhe der Spannung die Temperatur am Messpunkt zugeordnet werden.

Auswahlprüfung (engl. Sample test, screening)

Prüfung an Fertigungslängen oder Fertigungsteilen in Abhängigkeit der Fertigungsmenge.

AWG (engl. American wire gauge)

Abkürzung für „American Wire Gauge“. Standardausdruck für den Drahtdurchmesser. Wird die AWG-Zahl kleiner, wird der Drahtdurchmesser größer. Die tatsächlichen Werte (mm) sind abhängig von der Aderauflösung, je nachdem ob ein starrer Leiter oder eine Litze verwendet wird.

AWG-Leitungen, AWG-Adern (engl. American wire gauge)

Leitungen oder Adern nach amerikanischen Querschnitten/Abmessungen. Hohe AWG-Nummer → kleine Querschnitte, niedrige AWG-Nummer → große Querschnitte (siehe Tabelle T16).

AWM

UL-Bezeichnung für Appliance Wiring Material.

Backbone

Als Backbone oder Sekundärverkabelung wird in einer strukturierten Verkabelung die Verbindung zwischen dem Gebäudeverteiler und den einzelnen Etagenverteilern bezeichnet.

BALUN

Balun ist ein aus „balanced“ und „unbalanced“ zusammengesetzter Begriff. Baluns dienen der impedanz- und symmetriemäßigen Anpassung von unterschiedlichen Übertragungsmedien in Kupfernetzen.

Bandabstand (engl. Semiconductor bandgap)

Energetischer Abstand zwischen Valenzband und Leitungsband eines Halbleiters.

Bandbreite (engl. Bandwidth)

Frequenzbereich eines Lichtwellenleiters, in dem Daten in einer bestimmten Zeiteinheit übertragen werden können. Je größer die Bandbreite ist, um so mehr Daten können übertragen werden. Die Übertragungsgeschwindigkeit hängt von der Bandbreite des Gesamtnetzwerkes ab.

Bandbreiten-Längenprodukt (engl. Bandwidth-length product)

Maß für den Frequenzbereich, den ein Lichtwellenleiter von einem Kilometer Länge übertragen kann. Es handelt sich um einen konstanten Wert.

Bandbreitprodukt (engl. Bandwidth product)

Man erhält das Bandbreitprodukt, wenn man die Bandbreite eines LWL mit der Länge der Messstrecke multipliziert.

Bandierung (engl. Banding)

Umwicklung eines Aderbündels mit relativ schmalen Papier-, Textil-, Kunststoff- oder Metallstreifen.

Bandkabel (engl. Woven cable)

Mehrere parallel geführte Leiter, die durch einen dünnen Mantel zusammengehalten werden. Siehe auch → Flachkabel

Bandleitung (engl. Strip line)

Bandleitungen werden für feste Legung als Signalübertragungsleitungen in der Steuer-, Regelungs-, Mess- und Datenverarbeitungstechnik verwendet. Sie können bis zu 40 Adern enthalten, die durch Verschweißung der Isolierhülle parallel nebeneinander liegen. Einzeladern können aus der Bandleitung abgetrennt werden ohne die Isolierhülle zu beschädigen. Auf Grund ihrer flachen Anordnung können sie durch enge Schlitze oder Öffnungen geführt werden. Die Befestigung erfolgt durch Schellen oder Ankleben an einzelnen Punkten.

BASEC

Abkürzung für British Approvals Service for Cabels. Zertifizierungsstelle – Großbritannien und Nordirland.

Basisrohstoffe (engl. Basic raw materials)

Kunststoffe enthalten neben dem Basisrohstoff eine Reihe von anderen Bestandteilen, wie Stabilisatoren, Weichmacher, Füllstoffe und Farben.

Batteriegesetz – BattG (engl. Batteries Act)

Das Batteriegesetz trat 2009 in Kraft und beinhaltet auch Pflichten zur Registrie­rung und zur Rücknahme von Batterien.

Batterieleitungen (engl. Battery cables)

Bindeglied zwischen Batterie und Generator im Motor. Sie werden nach Kundenspezifikationen/Lastenheft und Kundenanforderungen entwickelt, hergestellt und geliefert.

Baud

Einheit für eine Schrittgeschwindigkeit bei der Übertragung von Nachrichten. Ein Schritt pro Sekunde. 1 bit/s = baud, 1Mbit/s = 1 Mbaud → siehe Bit

Bebänderung (engl. Tape)

Der Verseilverband, bestehend aus mehreren Adern, wird von der Bebänderung umgeben. In der Regel besteht die Bebänderung aus einer oder mehreren Lagen Kunststoff- oder Papierbändern.

Bedrucken mit Farbe (engl. Colour print)

Mäntel und Isolierhüllen werden meistens mit Hilfe einer metallenen Scheibe, deren Schriftzug spiegelbildlich auf dem Umfang der Scheibe eingraviert ist, mit Farbe bedruckt. Mit einem sogenannten Rackel wird überschüssige Farbe abgestreift.

Bedruckung – Adern (engl. Core print)

Bei der Kabelherstellung können Adern im Prinzip mit vier Methoden gekennzeichnet werden:
1. Adern können in einer farbigen Grundfarbe gefertigt werden
2. Kennzeichnung mit verschiedenen Farbcodes
3. Bedruckung
4. Kombination von verschiedenen Farbcodes mit Bedruckung. Es ist zu beachten, dass ausschließlich Schutzleiter grün-gelb zu kennzeichnen sind und diese Farben nur Verwendung finden dürfen, wenn keine Verwechslung mit dem grün-gelben Schutzleiter möglich ist.

Bedruckung – Kabelmäntel und Leitungen (engl. Sheath print)

Über die Bedruckung von Kabel- und Leitungsmänteln erhält der Kunde Informationen über Konstruktionsaufbau, prüf- und betriebsbedingte Kennzeichnungen, Kennfarben, kundenspezifische Kennzeichnungen und Herstellerkennzeichnungen. Die Bedruckungen werden mit Hilfe von Laser- und Tintenstrahldruckern bzw. Druckrädern erstellt, sie sind aber den geprägten Schriftzeichen qualitativ unterlegen, da sie relativ schnell abscheuern oder abgewischt werden können.

Bedruckung – Kabelmäntel und Leitungen – Druckrad (engl. Print wheel)

Dieses Verfahren ist im Allgemeinen nur bei mittleren und großen Losgrößen rentabel, da für jede Änderung der Bedruckung ein neues Druckrad angefertigt werden muss. Auf Druckrädern können jedoch geometrische Logos aufgebracht und spiegelbildlich gedruckt werden. Die Bedruckung mit Druckrädern ist ebenfalls relativ leicht zu entfernen und abzuwischen.

Bedruckung – Kabelmäntel und Leitungen – Laser- und Tintenstrahldrucker (engl. Laser-printer, ink-je

Mit dieser Methode können kostengünstig kleine Fertigungschargen bedruckt werden, da kein Druckrad erstellt werden muss. Nachteilig ist das etwas schlechtere Schriftbild.

Beidraht (engl. Drain Wire)

Ein- oder mehrdrähtiger, nicht isolierter Leiter, der in metallisch engem Kontakt unter einer Abschirmung geführt wird.

Beilauf (engl. Filler, valley sealer)

Füll- oder Stützelement in einzelnen Verseillagen bei Kabeln bzw. Leitungen.

Beilaufdraht (engl. Filler wire)

Meistens ein verzinnter Kupferdraht, welcher auf der gesamten Kabel- oder Leitungslänge mit der Aluminiumschicht des Schirmes Kontakt haben soll. Damit der Beilaufdraht bei der Abbiegung der Leitung nicht abreißt, muss er sehr locker (gewellt) auf der Kabelseele liegen. Eventuelle Schirmbrüche sollen durch den Beidraht überbrückt werden.

Bel

1 Bel = 10 Dezibel. In der Hochfrequenztechnik übliche Maßeinheit für Dämpfung und ist wie Dezibel ein dimensionsloses Zahlenverhältnis.

Bemessungsspannung (engl. Rated voltage)

Wert einer Spannung, nach der Steckverbinder bemessen und auf die bestimmten Betriebseigenschaften bezogen werden.

Bemessungsstrom (engl. Rated current)

Vom Hersteller festgelegter Strom, vorzugsweise bei einer Umgebungstemperatur von 40°C, den der Steckverbinder dauerhaft führen kann und der gleichzeitig durch seine sämtlichen Kontakte fließt, die an die größtmöglichen Leiter angeschlossen sind, und wobei die obere Grenztemperatur nicht überschritten wird.

Berührungsspannung (engl. Contact voltage)

Teil einer Fehlerspannung, welche vom Menschen überbrückt werden kann.

Beschichtung (engl. Coating)

Bei Lichtwellenleiter auf die Manteloberfläche aufgebrachte Kunststoffschicht zur Erhaltung der ursprünglichen Unversehrtheit der Oberfläche.

Beschriftungsbinder (engl. Designation label)

Befestigungselemente, mit denen Einzeldrähte, Bündel, Leitungen, Kabel an Maschinenteilen oder Wänden dauerhaft befestigt werden können. Sie sind transparent oder farbig, bestehen meist aus Nylon und auf ihnen kann eine dauerhafte Information über den Inhalt des Binders aufgebracht werden.

Beständigkeit (engl. Resistance)

Siehe auch → Korrosionsbeständigkeit, Ozonbeständigkeit, strah­lenbeständige Kabel

Bestelllänge (engl. Order length)

Die vom Kunden bestellte Kabel- oder Leitungslänge.

Betriebserdung (engl. Earth connection)

Erdung eines Punktes des Stromkreises, wie Sternpunkt, Neutralleiter, Mittelpunkt oder Außenleiter.

Betriebskapazität (engl. Mutual capacity, operating capacity)

Bei Leitungskreisen mit Vierer, Paar und Phantom: ist die Kapazität zwischen den Adern a und b dieser Leitungskreise. Bei einer Ader: ist die Kapazität zwischen einem Leiter und allen übrigen miteinander verbundenen Leitern eines Kabels.

Betriebsmittel (engl. Operating supplies)

Alle Gegenstände, die beim Anwenden elektrischer Energie gebraucht werden, z. B. Schalter, Motoren und Leitungen.

Betriebsspannung (engl. Operating voltage)

Die tatsächliche Stromspannung in einem Netz. Sie kann bis zu 5% schwanken, verursacht durch die wechselnde Inanspruchnahme von Stromabnehmern.

Betriebsstrom (engl. Working current, service current)

Der höchstzulässige Strom, welcher übertragen werden darf.

Betriebstemperatur (engl. Operating temperature range)

Der zwischen der unteren (tiefste zulässige Temperatur) und oberen (höchste zulässige Temperatur) Grenztemperatur liegende Bereich, der vom Anwender genutzt werden kann.

Bewehrung (engl. Armouring, armour)

Ein besonderer elektromechanischer oder mechanischer Schutz gegen äußere Beanspruchung, zur Verbesserung des Reduktions­faktors und zur Aufnahme von Zugkräften. Bei Lichtwellenleiterkabeln setzt man Kunststofffasern ein und verzichtet auf metallene Bewehrung. Sie wird auch häufig als Armierung definiert.

Bewehrungsarten (engl. Armouring types)

Am gebräuchlichsten sind die Stahlflachdraht-, die Stahlband-, die Stahlprofildraht- und die Stahlrunddrahtbewehrungen mit einer äußeren Schutzhülle. Außerdem gibt es Stahldrahtbewehrungen mit Gegenwendel (Stahlband), aber ohne äußere Schutzhüllen (für Innenräume).

Bewickeln mit Bändern (engl. Tape wrapping)

Kabel und Leitungen können mit vielen unterschiedlichen Isolationsmaterialien bewickelt werden. Das Band wird immer schraubenförmig um die Leitung oder das Kabel gelegt, da die Bewegung des Bandwicklers immer eine Drehbewegung und die Abzugsbewegung immer eine Längsbewegung ist.

Bewicklung, Lapping, Taping, (engl. Taped wrapping)

Dabei werden ein oder mehrere Lagen Bänder aus Papier oder Kunststoff über den Verseilverbund bzw. die Kabelseele aufgebracht.

Bezugserde (engl. Reference earth)

Teil der Erde außerhalb des Einflussbereiches einer Erdungsanlage oder einer Erde.

Biegbarkeit (engl. Ductility, flexibility)

Da alle Kabel, Leitungen und Adern mechanischen Belastungen unterworfen sind, werden sie auch auf Biegung überprüft, d. h. sie werden mehrmals um verschiedene Biegeradien gebogen. An den Leitungen, den Mänteln, den äußeren und inneren Schutzhüllen dürfen nach erfolgter Prüfung keine Beschädigungen festzustellen sein. Auch alle Verseilelemente, Beflechtungen und Bewicklungen müssen noch ihrer Lage entsprechen. Für die Biegsamkeit der Leitung bzw. des Kabels ist neben dem Durchmesser des Verseilverbandes und der Anzahl der zu verseilenden Elemente die Schlaglänge von entscheidender Bedeutung. Es gilt der Grundsatz: Je kürzer die Schlaglänge, umso biegsamer ist der Verseilverband.

Biegefähigkeit (engl. Bending capacity)

Die Biegefähigkeit gibt an, bis zu welchem zulässigen Biegeradius biegsame Erzeugnisse gebogen werden dürfen, ohne ihre Funktionsfähigkeit einzubüßen.

Biegeradien (engl. Bending radii)

Zulässiger Radius für die gelegentliche oder ständige Biegung von Leitungen und Kabel. Definiert wird der Biegeradius mit dem x-fachen Wert des Leitungsdurchmessers. Die Konstruktion der Leitungen/Kabel bestimmt den kleinsten zulässigen Biegeradius, sodass dieser nach oben oder unten beeinflusst werden kann. Bei der Auslegung von Starkstromleitungen und –kabeln müssen die zulässigen Biegeradien eingehalten werden. Die Richtwerte betragen zwischen 15 x D und 30 x D, je nach Bauart und Vorschrift. D ist der Außendurchmesser des Kabels. (Bei Lapp: ÖLFLEX® FD mit 5 x D bzw. 7,5 x D).

Biegezyklen (engl. Bending cycle)

Anzahl der in der Schleppkette wiederholten Biegungen (wie oft wurde eine Leitung beim Test, bei der Verwendung aktiv belastet?).

Binär (engl. Binary)

Eigenschaft, nur zwei Werte annehmen zu können.

Bit

Kleinste Einheit zur Darstellung binärer Daten, Bedeutung entweder 0 oder 1. Sie ist die Grundeinheit für die Übertragungsinformationen in digitalen Systemen. Ein Byte ist eine Gruppe von 8 Bits.

Bitfehlerrate (engl. Bit error rate, BER)

Verhältnis fehlerhafter Bits zur Gesamtzahl der empfangenen Bits in einem Zeitraum.

Blaue Leitung (engl. Blue cable)

Leitung für eigensichere Anlagen in explosionsgefährdeten Anlagen. Dort ist die Kennfarbe blau, RAL 5015 vorgeschrieben. (Bei Lapp sind es z. B. ÖLFLEX® EB. Diese Ausführungen gibt es auch jeweils mit Schirmung z. B. ÖLFLEX® EB CY, UNITRONIC® EB CY).

Blindader (engl. Filler, core)

Siehe → Füller, Kern

Blindelement (engl. Dummy)

Wenn bei der Kabel- oder Leitungskonstruktion sog. offene Stellen anfallen, werden in den Kabel- oder Leitungsverband Blindelemente oder Blindadern eingelegt und mit verseilt. Die Blindelemente bestehen zumeist aus billigen, minderwertigen Materialien wie Polyethylenschnüren, Zellwolle, Baumwolle und sind meistens gleich groß wie die echten Verseilelemente.

Bordnetze (engl. Wiring system)

Bordnetze bestehen aus einer Vielzahl von Einzelelementen wie z. B. Ummantelungen von Leitungen, Steckkontakten, Steckergehäusen, Dichtungen, Befestigungselementen etc. Im KFZ verbindet das Bordnetz die elektromechanischen und elektrischen Komponenten und sorgt für die Übertragung von Informationen von Steuergeräten und zwischen Steuergeräten sowie für die Energieversorgung der Verbraucher (Motoren, Relais, Beleuchtung etc.).

Brandlast (engl. Caloric load values)

Brandlast ist die Energie, die beim Verbrennen von Kabeln, Leitungen und anderen Baumaterialien frei wird.

Brechungsindex (engl. Refraction index)

Siehe → Brechzahl

Brechzahl (engl. Refractive index)

Der Faktor n, um den die Lichtgeschwindigkeit in einem optisch dichten Medium (z. B. Glas) kleiner als im freien Raum ist. Genauere Bezeichnung: Phasenbrechzahl.

Brechzahlprofil (engl. Refractive index distribution, index profile)

Verlauf der Brechzahl n über der Querschnittsfläche eines Lichtwellenleiters.

Breitband (engl. Broadband)

Übertragungen, bei der Signale durch eine hohe Anzahl von Schwingungen pro Sekunde übertragen werden (Glasfaser-Technologie).

Brennverhalten (engl. Fire behavior)

Eigenschaft, welche das Verhalten des Kabels unter Flammeinwirkung (insbesondere die Brand­fortleitung) beschreibt.

British Standard Wire Gauge

Wird auch bezeichnet als NBS (New British Standard), SWG (Standard Wire Gauge), Legal Standard und Imperial Wire Gauge. Ist eine Abwandlung von Birmingham Wire Gauge, eine gültige Normung aus Großbritannien für alle Drähte.

Bruchdehnung (engl. Elongation at break, ultimate elongation)

Das Verhältnis der Verlängerung zur Anfangslänge beim Bruch wird Bruchdehnung genannt.

Bruchlast (engl. Breaking load, ultimate load)

Das Produkt aus Nennquerschnitt und Zugfestigkeit ist die Bruchlast.

BS

Abkürzung für „British Standard“. Normenwerke für Großbritannien, ähnlich VDE in Deutschland.

BSI

Abkürzung für „British Standard Institution“ – Großbritannien.

Bügelarten (engl. Lever series)

Zur Verriegelung der EPIC® Rechtecksteckverbinder stehen für die Einhandverriegelung von Gehäuseober- mit Gehäuseunterteil Längsbügel oder Zentralbügel zur Verfügung, für die Zwei-Handverriegelung stehen Querbügel zur Verfügung.

Bündel (engl. Bundle)

Mehrere Adern oder Paare, die zu einer Gruppe verseilt sind und die ihrerseits ein Element innerhalb eines Verseilverbandes bilden.

Bündeladern von Lichtwellenleitern (engl. Unit cores of fiberoptic cables)

Mehrere beschichtete Lichtwellenleiter liegen leicht wellenförmig und locker in Kunststoffröhrchen, die mit Vaseline oder Quellpulver gefüllt sind.

Bündelleiter von Starkstromkabeln (engl. Unit conductor of power cables)

Bündelleiter werden ausschließlich als große Leiter, ab ca. 400 Quadratmillimeter, verwendet. Um den großen Wärmebedarf beim Schweißen zu senken, werden bei der Montage die Bündel in Teilleiter geteilt und in einem neuen Verseilvorgang wieder vereint.

Bus-System (engl. Bus-system)

Das Bus-System ist ein System von Leitungen, das Informationen und Daten überträgt.

Butadien-Styrol-Kunstkautschuk (engl. Styrol)

Wird verwendet als Isolierstoff für Fernmeldekabel (→ Dielektrikum). Es hat gute Festigkeitswerte, ist aber nicht beständig gegen Lösungsmittel.

Butyl Kunstkautschuk (engl. Synthetic india rubber)

Butyl-Kautschuk besitzt eine hohe Altersbeständigkeit und ist gering gasdurchlässig. Es hat eine gute Beständigkeit gegen Chemikalien.

Campus

Die Campus- oder Primärverkabelung stellt die Verbindung zwischen unterschiedlichen Gebäuden innerhalb einer strukturierten Verkabelung her.

CAN

Controller Area Network. Ergebnisgesteuertes Kommunikationssystem. Ein Erzeuger der Informationen meldet dies an alle angeschlossenen Knoten.

Canadian Electrical Code

Siehe → CEC

CCC

Abkürzung für „China Compulsory Certificate“. Die zertifizierungspflichtigen Produkte dürfen erst nach China importiert, in China verkauft und in Geschäftsaktivitäten in China verwendet werden, nachdem eine CCC-Zertifizierung des Produktes beantragt und erteilt wurde.

CE

Abkürzung für Communauté Européenne (Europäische Gemeinschaft.)

CE-Kennzeichnung (engl. CE marking)

Sie besteht aus dem grafischen Symbol „CE“ und weist auf die Übereinstimmung mit allen EU-Richtlinien hin, von denen das gekennzeichnete Produkt erfasst wird. CE besagt, dass die natürliche oder juristische Person, die die Anbindung durchgeführt oder veranlasst hat, sich vergewissert hat, dass das Erzeugnis alle Gemeinschaftsrichtlinien zur vollständigen Harmonisierung erfüllt und allen vorgeschriebenen Konformitätsbewertungsverfahren unterzogen wurde.

CEBEC

Abkürzung für „Comité Electronique Belge“ – Zertifizierungsstelle Belgien.

CEC

Abkürzung für die kanadische Version des US National Electrical Code (NEC).

CEE

Bezeichnung für die Europäische Normungsinstitution, International Commission on Rules of Electrical Equipment.

CEI

Abkürzung für „Commission Electrotechnique Internationale“ – International.

CENELEC

Abkürzung für „Comité Européen de Normalisation Electrotechniques“ (Europa).

Chloropren-Polymerisate, Kunstkautschuk (engl. Polychloroprene-rubber)

Kunstkautschuk (Gummi/Rubber) hat eine gute Lösungsmittelbeständigkeit bei sehr guten Festigkeitswerten, ist schwer entflammbar, aber sehr teuer (hochwertige Gummileitungen, Pattexleim).

Chromatische Dispersion (engl. Chromatic dispersion)

Zusammenfassung wellenlängenabhängiger Effekte, die zu einer Bandbreitenbegrenzung führen, wie z. B. Wellenleiterdispersion und Manteldispersion.

Circular Mil (CM)

Maßangabe für Leiterquerschnitte in 1/1000 inch (0,001“) vom Kreis­durchmesser.

Cladding

Cladding ist die Glasschicht, welche den Lichtwellenleiterkern umhüllt.

CNOMO

Abkürzung für „Comité de Normalisation des Moyens de Production“. Kommission zur Normung von Werkzeugmaschinen und Werkzeugen der französischen Autoindustrie.

Coating

Coating dient als mechanischer Oberflächenschutz. Es ist eine primäre Kunststoffschicht, die bei Lichtwellenleitern direkt auf dem Mantelglas aufgebracht ist.

Compound

Als Compound bezeichnet man Werkstoffmischungen aus polymeren Kunststoffen mit Füllstoffen. Oft werden Polymere mit Farben, Verarbeitungshilfen, Fasern und anderen Füllstoffen compoundiert.

Copolymer (engl. Copolymere)

Mischung, die aus zwei oder drei Monomeren zu einer Kette polimerisieren.

Core

Wird in der LWL-Technik als der optische Kern bezeichnet.

Crimpen (engl. Crimp connection)

Mechanische Verbindungstechnik. Bei der Verbindung von z. B. Koaxialsteckern mit einem Koaxialkabel mittels einer Crimpzange wird eine Metallhülse über die Schirmung geschoben und zusammengedrückt.

CSA

Abkürzung für „Canadian Standards Association“. Kanadische Normen- und Prüfstelle. Ähnlich VDE in Deutschland.

D.C.

Abkürzung für Direct Current = Gleichstrom.

Dämpfung (engl. Attenuation)

Unter Dämpfung versteht man die Reduzierung der Signalamplitude während der Übertragung in einem Medium. Sie nimmt mit zunehmender Frequenz und Kabellänge zu. Der Signalpegel verschlechtert sich dabei.

Dämpfung A (engl. Attenuation a)

Die Verminderung der optischen Signalleistung zwischen zwei Querschnittsflächen eines Lichtwellenleiters durch Verluste. Die Maßeinheit wird in Dezibel (dB) angegeben.

Dämpfungskoeffizient a (engl. Attenuation coefficient a)

Die auf die Länge eines Lichtwellenleiters bezogene Dämpfung. Die übliche Maßeinheit ist Dezibel/Kilometer (dB/km).

Datenbus (engl. Data bus)

Ein System von zusammengehörigen Leitungen, auf denen Datenbits übertragen werden.

Datenkabel (engl. Data transmission cable)

Kabel oder Leitungen, die aufgrund ihres Aufbaus geeignet sind, Impulse der elektrischen Datenverarbeitung möglichst fehlerfrei zu übertragen. Je nach Störanfälligkeit der Daten-Impulse sind einfachere (Paar) oder kompliziertere Konstruktionen (Abschirmungen) notwendig (Marke: UNITRONIC® bei Lapp).

Datenübertragung (engl. Data transmission, data transfer)

Eine optische Datenübertragung erfolgt immer seriell. Vor der Datenübertragung werden parallel anstehende Daten immer seriell aufbereitet und nach der Übertragung wieder parallel zurückbereitet. Man spricht hier auch von einer bitseriellen Datenübertragung, da all diese Daten immer als Digitalsignale übertragen werden.

Datenübertragungskabel (engl. Data transmission cable)

Computer-Kabel (Li2YCY-PIMF) oder andere, mindestens paarige verseilte, meist abgeschirmte, oft einzeln abgeschirmte Leitungen, z. B. UNITRONIC® LIYCY (TP), UNITRONIC® BUS; UNITRONIC® LAN, Telefonkabel, auch LWL- Kabel. TP = twisted pair.

Datenübertragungsrate (engl. Data transmission rate)

Maßeinheit für die Übertragungsgeschwindigkeit einer Datenübertragung. Sie wird in bit/s oder byte/s gemessen.

Dehnung (engl. Elongation, extension, strech)

Verlängerung eines Körpers durch mechanische Kräfte. Sie wird in der Kabelindustrie durch das mechanische Prüfverfahren der Bestimmung der Zugfestigkeit bei allen Bauelementen überprüft.

DEL

Abkürzung für „Deutsches Elektrolytkupfer für Leitzwecke“. DEL ist die Börsennotierung für 99,5% reines Kupfer in Euro/100 kg (siehe T17).

DEMKO

Abkürzung für „Danmarks Elektriska Materialkontroll“ – Dänische Normen und Prüfstelle, Prüf- und Zertifizierungsstelle, Aufgaben ähnlich VDE/UL.

DESINA®

Der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e. V. (VDW) hat mit DESINA® (DEzentrale und Standardisierte INstAllationstechnik) ein umfassendes Gesamtkonzept für die Standardisierung der elektrischen Installation von Anlagen und Maschinen entwickelt.
Farbkennzeichnungen der Leitungen:
Servoleitung, geschirmt: Mantelfarbe orange RAL 2003
Leitung für Meßsysteme, geschirmt: Mantelfarbe grün RAL 6018
Leistungskabel, ungeschirmt: Mantelfarbe schwarz RAL 9005
24 Volt Steuerleitung, ungeschirmt: Mantelfarbe grau RAL 7040 (ähnlich 7001)
Feldbus-Hybridleitung, Cu und LWL: Mantelfarbe violett RAL 4001
Sensor-/Aktorleitung, ungeschirmt: Mantelfarbe gelb RAL 1021

DeviceNetTM

Einfaches CAN-basiertes Kommunikationssystem zur Vernetzung industrieller Automatisierungsmittel (Genzwertgeber, Fotosensoren, Motorstarter, frequenzgesteuerte Antriebe, Bedienterminals und Ähnliches) mit übergeordneten Steuereinrichtungen. Als Übertragungsmedium dienen zwei verdrillte, geschirmte Leiterpaare innerhalb eines Kabels. Das eine dient der Kommunikation (mit Übertragungsraten von 125, 250 oder 500 kBit/s bei Kabellängen von 500 m, 250 m bzw. 100 m) und das andere zur Stromversorgung der angeschlossenen Einrichtung (max. 8 A bei 24 V Gleichspannung).

Dezibel (engl. Decibel)

Dezibel ist das logarithmische Verhältnis zweier Pegel (z. B. Eingangspegel zu Ausgangspegel). Die Maßeinheit ist dimensionslos und wird mit dB angegeben.

Dichte (engl. Density)

Verhältnis der Masse zum Raum eines Körpers. Ist die Masse M und der Rauminhalt V, so ist das Verhältnis der Dichte d = M : V.

Dichtezahl (engl. Density unit)

Ergebnis der Dichte eines Körpers zur Dichte des Wassers (=1). Entspricht dem spezifischen Gewicht.

Dielektrikum (engl. Dielectric)

Dielektrisch ist die Eigenart bestimmter Stoffe, elektrisch nichtleitend – demnach isolierend – zu sein. Als Dielektrikum bezeichnet man einen elektrisch isolierenden Stoff, in dem ein äußeres elektrisches Feld (z. B. zwischen den Platten eines Kondensators) ein Gegenfeld aufbaut. Ein Dielektrikum bewirkt, dass ein statisch elektrisches Feld auch ohne fortwährende Zufuhr elektrischer Ladung bestehen bleibt.

Dielektrizitätskonstante (DK) (engl. Dielectric constant (DC))

Ist eine Werkstoffkonstante des Dielektrikums. Die Dielektrizitätszahl gibt an, wievielmal größer die Kapazität des Kondensators wird, wenn statt Luft der Isolierstoff als Dielektrikum verwendet wird. Multipliziert man die DK des leeren Raumes mit der Dielektrizitätszahl, so erhält man die DK des Dielektrikums.

Digitalsignalübertragung (engl. Digital signal transmission)

Übertragung eines Signals durch binäre Lichtimpulse in einem periodischen Zeitraster.

DIN

Abkürzung für Deutsches Institut für Normung. Sitz ist in Berlin (Deutschland).

DIN EN

Ins deutsche Normenwerk übernommene Europäische Nom.

Dispersion

Streuung der Signallaufzeit in einem Lichtwellenleiter. Sie setzt sich aus verschiedenen Anteilen zusammen: Modendispersion, Materialdispersion und Wellenleiterdispersion. Infolge seiner Dispersion wirkt ein Lichtwellenleiter für die zu übertragenden Signale als Tiefpassfilter (siehe → Übertragungsfunktion).

DKE

Abkürzung für Deutsche Kommission Elektrotechnik und Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE. Ist ein Organ des Deutschen Instituts für Normung (DIN) sowie ihres Trägers, des Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE). Als nationale Organisation für die Erarbeitung von Normen in der Elektro- und Informationstechnik sichert die DKE wichtige Querschnittsanliegen wie Sicherheit, EMV, Bauteile und Performance von klassischen Stromnetzen über Mobilfunk-Kommunikation bis hin zu Software und Internetprotokolle. DKE ist deutsches Mitglied in den europäischen und weltweiten Normungsorganisationen. Die Ergebnisse der Normungsarbeit in → IEC, → CELENEC und → ETSI werden durch die DKE in nationale Normen umgesetzt und veröffentlicht.

Drahtbündel (engl. Unit of wires)

Blanke Drahtbündel sind das Ausgangsprodukt von Kupferlitzen. Sie finden auch als Kupferlitzen bei Drahtschirmen Verwendung (nicht isoliertes Produkt).

Drahtziehen (engl. Wire drawing)

Kaltumformverfahren, bei dem in hintereinander liegenden, immer kleiner werdenden Ziehsteinen (Hartmetallkerne oder Diamanten) der Querschnitt der Press- oder Walzdrähte stufenweise vermindert wird.

Drehstrom (engl. Alternating current)

Der Drehstrom entsteht durch die Verkettung dreier Wechselströme mit gleichen Schwingungswerten und gleichen Frequenzen. Auch Mehrphasen-Wechselstrom genannt.

Dunkelstrom (engl. Dark current)

Strom am Ausgang eines optischen Empfängers, wenn keine Strahlung vorhanden ist.

Duplexbetrieb (engl. Duplex operation)

Übertragung von zwei unabhängigen Signalen über eine bestimmte Strecke.

Durchschlag (engl. Breakdown)

Gemeint ist der elektrische Durchschlag zwischen zwei Leitern oder einem Leiter im Wasser während des Prüfvorgangs, wenn die Isolation der ständig gesteigerten Spannung (Durchschlagsspannung) nicht mehr standhält bzw. wenn bei konstanter Spannung eine Fehlerstelle in der Isolation innerhalb einer vorgegebenen Zeit zu einem Durchschlag führt.

Duroplaste (engl. Duroplastic)

Duroplaste sind im Gegensatz zu den Thermoplasten nach dem Erwärmen nicht mehr durch nochmaliges Erwärmen verformbar. Duroplaste werden in der Kabelindustrie z. B. als Kabelgarnitur oder Stecker benötigt.

ECAD-Bauteilenorm

Die ECAD-Bauteilenorm ist eine herstellerunabhängige Norm für die Beschreibung von Artikel- und Engineeringdaten der Elektrotechnik, insbesondere für den Maschinen- und Anlagenbau.

EIA

Abkürzung für „Electronic Industries Associations“.

Eigensicher (engl. Intrinsically safe)

Elektrische Installation, die aus Sicht der Explosionsgefahr in sich sicher ist, d. h. in der keine zündfähigen Funken entstehen können. Alle Teile, auch die Kabel und Leitungen, sollen in blauer Farbe (RAL 5015) ausgeführt sein (bei Lapp z. B. ÖLFLEX® EB, ÖLFLEX® EB CY, UNITRONIC® EB CY).

Eindrähtig (engl. Single wire)

Siehe → Leiter, eindrähtig

Einfügungsdämpfung (engl. Insertion loss, insertion attenuation)

Dämpfung, die durch Einfügen eines optischen Bauelementes, z. B. eines Steckers oder eines Kopplers, in ein optisches Übertragungssystem verursacht wird.

Einmodenfaser (engl. Single-mode fiber)

Lichtwellenleiter, in dem bei der Betriebswellenlänge nur ein einziger Modus ausbreitungsfähig ist.

Eisenbahn-Signalkabel (engl. Train signal cable)

Sie sind für Spannungen bis 600 V ausgelegt. Die Adern werden, je nach Verwendungszweck, in Vierern oder Lagen verseilt. Sie sind
PE-isoliert. Wegen der starken elektromagnetischen Felder an Bahnstrecken muss ein guter Kupferschirm und eine Stahlbandbewehrung
unter dem Außenmantel aufgebracht werden.

Elastomer (engl. Elastomere)

Elaste werden zur Ummantelung und Isolierung von Kabeln und Leitungen in großem Umfang, wegen ihrer guten elektrischen und mechanischen Eigenschaften, eingesetzt. Elaste sind hochmolekulare Stoffe, deren Elastizität vom Vernetzungsgrad abhängt. Der größte Unterschied zwischen elastischem und plastischem Material liegt bei der Be- und Entlastung. Elastisches Material erhält nach der Entlastung seine Ausgangsform.

Elektrischer Leiterquerschnitt (engl. Electric diameter of conductors)

Wird durch Messungen des elektrischen Widerstandes an den Leitern ermittelt.

Elektrischer Widerstand (engl. Electric resistance)

Widerstand, den ein Stromkreis dem Durchgang des Stromes entgegenstellt. Der Widerstand wird in Ohm angegeben und gemessen.

Elektrisches Feld (engl. Electric Field)

Beim Anlegen von Spannungen an Kabel bilden sich elektrische Felder, die je nach Kabelkonst­ruktion verschiedene Formen annehmen können. Im Niederspannungsbereich bis ca. 1kV haben elektrische Felder kaum Einfluss auf die Abmessungen der Isolierwanddicken. Um die Betriebssicherheit zu gewährleisten, werden im Hochspannungsbereich hohe Forderungen an die Werkstoffe und die Abmessungen gestellt. Ein elektrisches Feld wird durch Feldlinien dargestellt. Die Dichte dieser Feldlinien zeigt die Größe der Kraft, die zwischen den zwei Punkten einer Feldlinie herrscht (Spannung).

Elektrizität (engl. Electricity)

Energieform, die auf der Strömung von freien Elektronen beruht. Die Elektrizität wird in Generatoren erzeugt.

Elektromagnetischer Schutz (engl. Electromagnetic protection)

Schutz vor Störungen, die auf das Kabel von außen einwirken (Immissionen). Schutz vor Störungen, die vom Kabel ausgehen (Emissionen). Geflecht z. B. aus Kupfer (verzinnt) → flexibel → Bedeckungsgrad. Schutz gegen äußere Einflüsse: mechanische z. B. Kabel über Kanten; Drauf treten; Ziehen der Kabel; chemische: z. B. Öle; thermische: Hitze, Kälte.

Element

Einzelbestandteil von Kabeln und Leitungen als Sammelbegriff für Adern, Paare, Bündel, Tragorgane.

ELOT

Hellenic Organization for Standardization. Zertifizierungsstelle Griechenland.

EMK

Abkürzung für Elektromotorische Kraft.

Empfänger, optischer (engl. Receiver, optical)

Baugruppe zum Umwandeln optischer Signale in elektrische. Sie besteht aus einer Photodiode mit Anschlussfaser und Stecker sowie aus einem rauscharmen Verstärker und elektronischen Schaltungen zur Signalaufbereitung. Die Hauptbestandteile eines Empfängers werden meist, soweit möglich, zu einer kompakten Untereinheit, dem Empfangsmodul, zusammengefasst.

Empfängerempfindlichkeit (engl. Receiver sensitivity)

Die vom Empfänger störungsarme Signalübertragung benötigte Lichtleistung. Bei Digitalsignalübertragung wird meist die mittlere Lichtleistung (in W oder dBm) angegeben, mit der eine Bitfehlerquote von 10–9 erreicht wird.

EMS

Abkürzung für Electromagnetic Susceptibility bzw. Eletromagnetische Störfestigkeit. Funktionsbeständigkeit eines Betrachtungsobjekts gegenüber elektromagnetischen Störgrößen.

EMV (engl. EMC)

Abkürzung für Electromagnetic Compatibility bzw. Elektromagnetische Verträglichkeit. Fähigkeit eines Systems, Apparates oder einer Anlage, in der elektromagnetischen Umwelt zufriedenstellend zu arbeiten, ohne dabei selbst elektromagnetische Störungen zu verursachen, die für alle in dieser Umwelt vorhandnen Systeme, Anlagen oder Apparate unannehmbar wären.

EN

Abkürzung für Europäische Normen bzw. European Standards.

Endkappen (engl. Hoodtermination)

Die Innenseiten der Endkappen sind mit einem thermoplastischen Kleber beschichtet. Die Endkappen werden zum Abdichten für drucküberwachte feuchtigkeitsdichte Kabel, Leitungen und Rohre mit einem Durchmesser von 5 bis 10 mm verwendet.

Energieführungskette (engl. Cable carrier)

Eine Baugruppe von scharnierend verbundenen Tragegliedern zur richtungsgebundenen, dynamischen Führung von biegeflexiblen Energieleitungen aller Art.

EPDM

Abkürzung für Ethylen-Propylen Dien Monomere Gummi. Chemisch querverbundenes Elastomer mit guten elektrischen Isolationseigenschaften und ausgezeichneter Flexibilität bei niedrigen und hohen Temperaturen.

EPIC®

Abkürzung für Environmental Protected Industrial Connector. Eingetragener Markenname, robuster Industriesteckverbinder von Contact.

ePLAN®

ePLAN® ist die führende CAE-Software zur Planung der elektrotechnischen Konstruktion und Dokumentation im Maschinen- und Anlagenbau. Mit den Lapp Artikeldaten und der Kabeltypendatei ist die automatische Zuordnung der einzelnen Adern im Schaltplan von ePLAN® möglich. ePLAN® ist ein Produkt der Firma ePLAN® Software & Service GmbH & Co.KG. Siehe www.eplan.de

EPR

Abkürzung für Ethylene–Propylene-Rubber (siehe Ethylen-Propylen Kautschuk).

Erder (engl. Earth electrocode, ground system)

Leiter, der mit der Erde in leitender Verbindung steht. Er ist z. B. in der Erde eingebettet oder mit der Erde großflächig in Berührung.

Erdkabel (engl. Underground cable)

Oftmals sind Kabel nach deren Verwendungsbedingung benannt. Das Fernmeldeerdkabel z. B. ist ein für das Auslegen in Erde vorgesehenes Außenkabel.

Erdleiter (engl. Neutral conductor)

Null-Leiter

Erdung (engl. Earthing)

Durch die Erdung wird ein eindeutiges Bezugspotential für die Schirmung der aktiven und passiven Komponenten eines Netzwerkes gewährleistet.

Ethylen-Propylen- Kautschuk (engl. Ethylene-Propylene- Rubber)

Siehe → EPDM

ETSI

Abkürzung für „European Telecommunication Standards Institute“ – Europäisches Institut für Telekommunikationsnormen. Sie hat u. a. die Aufgabe, gemein­same Normen für ein europä­isches integriertes Kommunika­tionssystem zu entwickeln.

Explosionsfähige Atmosphäre (engl. Explosive atmospheres)

Siehe VDE 0165 Teil 1. Für feste Verlegung können Leitungen mit Thermoplastmantel, Duroplastmantel oder mineralisolierten Metallmantel für feste Verlegung verwendet werden. Es dürfen keine Hohlräume im Aderverband vorhanden sein (keine Schlauchleitung). Das extrudierte Einbettungsmaterial und deren Füllstoffe, wenn vorhanden (auf Pressung extrudiert) müssen „nicht hygroskopisch“ sein. Nach IEC 60332-1 flammwidrig. Kabel und Leitungen für ortsveränderliche und transportable Betriebsmittel müssen Anschlussleitungen mit einem Außenmantel aus schwerem Polychloropren oder einem gleichwertigen syntetischen Elastomer oder eine schwere Gummischlauchleitung oder Anschlussleitungen mit vergleichbar robusten Aufbau haben.

Extruder (engl. Extruionline)

Die eigentliche Übersetzung für Extruder heißt „Ausstoßer“. Sie wird über einen Motor angetrieben und windet sich nun als „Schnecke“ durch einen Zylinder. Das Füllgut besteht aus dem als Granulat aufbereitetem thermoplastischen Kunststoff. Granulate, d.h. rieselfähige Gemenge von gleichmäßig großen Kornkörpern, sind die Lieferformen der verschiedenen Kunststoffe für die Kabelherstellung oder anders ausgedrückt ist der Extruder eine Anlage, in der kontinuierlich zugeführtes Granulat erwärmt, verdichtet, gemischt und homogenisiert wird.

Fahrzeugleitungen (engl. Automative cable)

Fahrzeugleitungen sind Adern und Leitungen, die im KFZ- und LKW- Bereich eingesetzt werden (bei Lapp z. B. ÖLFLEX® TRUCK).

Farad

Maßeinheit für die elektrische Kapazität.

Farbcode (engl. Colour code)

Zur einheitlichen Kennzeichnung von metallischen Kabeln und Lichtwellenleitern ist von verschiedenen Institutionen, u. a. von EIA, DIN und IEC, eine Farbcodierung standardisiert worden. Bei den Farbcodes für metallische Adern wird die Isolation der Adernpaare bei den einzelnen Standards in vollkommen unterschiedlichen Farben eingefärbt. Neben diesen Standards, die von den Herstellern nicht konsequent angewandt werden, verwenden diese häufig auch herstellereigene Farbcodes.

Faserhülle (engl. Fibre cover)

Besteht aus einem oder mehreren Materialien und dient zum mechanischen Isolieren der Faser und zum Schutz vor Beschädigung.

FDDI

Abkürzung für Fiber Distributed Data Interface. Netztyp aus einem Doppelring mit 100 Mbit/s Übertragungsgeschwindigkeit und Lichtwellenleiter als Übertragungsmedium.

Feldbustechnik (engl. Fieldbus technology)

Konventionell werden Sensoren und Aktoren über ein analoges 4 – 20 mA Signal mit einer Steuerung oder Auswerteeinheit verbunden. Für jede Verbindung zwischen Sensor oder Aktor und der Steuerung ist bei dieser Technik ein 2-adriges Kabel notwendig. Zusätzlich muß für jeden Sensor und Aktor eine Ein- bzw. Ausgangschaltung (I/O) in der Steuerung (meist SPS oder PC) vorgesehen werden. Ganz anders sieht das Bild bei Einsatz eines Feldbussystems aus. Alle Geräte werden hier an ein Buskabel (je nach Feldbussystem 2, 4, oder 5-adrig) angeschlossen. An Stelle der Ein-/Ausgangsschaltungen wird eine Interface-Karte eingesetzt. Das spart I/O-Karten, reduziert den Platzbedarf im Schaltschrank und senkt die Kosten für die Verdrahtung nachhaltig. Bei konventionellen Systemen können Informationen (z. B. Messwerte oder Störungssignal) nur in sehr eingeschränktem Maße in eine Richtung übertragen werden. Also nur vom Sensor zur Steuerung bzw. von der Steuerung zum Aktor. In einem Feldbussystem lassen sich hingegen über den digitalen Bus Informationen bidirektional austauschen. Neben den eigentlichen Prozessdaten wie Messwerte (z. B. Temperatur) und Steuergrößen (z. B. Drehzahl) können auch Parameter wie Messbereich, Messstellenkennzeichen (TAG), Filtereigenschaften, Wartungs- oder Störsignale etc. übertragen werden. Die Vorteile, die sich daraus ergeben, liegen auf der Hand. Die Inbetriebnahme und Wartung wird vereinfacht und die Flexibilität der Anlage (z. B. durch zentrale Messbereichsumschaltung) verbessert. Auch hieraus lassen sich in aller Regel Kostenvorteile gegenüber konventionellen Lösungen ableiten.

Flachbandleitung (engl. Flat cable)

Bandleitung, bei der einzelne Litzen zu einem Band miteinander verschweißt sind (oft mehrfarbig) und meistens in kleinen Querschnitten (0,08 oder 0,14 oder 0,25). Die einzelnen Adern sind meistens trennbar. Anwendungsfall: In der Elektronik zum Verbinden von Leiterplatten.

Flachkabel (engl. Flat type cable)

Mehrere, parallel geführte, einzeln isolierte Leiter mit einem Mantel als mechanischen Schutz, der so geformt ist, dass sich ein rechteckiger Kabelquerschnitt ergibt. Verwendung in Krananlagen (ÖLFLEX® – Crane F).

Flammwidrigkeit (engl. Fire resistant)

Eigenschaft der für die Isolationen und Mäntel verwendeten Stoffe, bei Hitzeeinwirkung nur mit Verzögerung in Brand zu geraten und bei Entfernung der Wärmequelle von selbst zu verlöschen (→ schwer entflammbar).

Flechtwinkel (engl. Braid angle)

Abweichung in Grad zwischen der Längsachse und der Drahtführung innerhalb des Geflechts.

Flexibilität (engl. Flexibility)

Ein Produkt (hier bezogen auf Kabel) ist flexibel, wenn es hin und her bewegt werden kann, ohne dass Beeinträchtigungen an der Funktionsfähigkeit auftreten (z. B. Aufzugskabel oder Roboterkabel).

Fluorethylenpropylen (FEP)

Produkt aus der TEFLON®- Reihe. Ein Kunststoff für hohe Temperaturen, chemisch sehr gut beständig, sehr gute elektrische Eigenschaften, jedoch nicht preisgünstig. TEFLON® ist ein eingetragenes Warenzeichen der Firma Du Pont de Nemours.

Folie (engl. Foil)

Kunststofffolien, Metallfolien und metallkaschierte Kunststofffolien werden für die unterschiedlichsten Zwecke verwendet. Die Kunststofffolie hat mechanisch schützende Aufgaben z. B. als Polsterung unter einem Abschirmgeflecht oder um darunter liegende Adern beim Abmanteln gegen Einschneiden zu schützen. Metallfolien dienen der elektrischen Ab­­schirmung.

Frequenz (engl. Frequency)

Anzahl der Polaritätswechsel beim Wechselstrom pro Sekunde, Messeinheit in Hertz (Hz).

FTP

Bei diesen paarverseilten Kabeln mit Folienschirm (FTP = Foil Shielded Twisted Pairs) sind die paarverseilten Adern durch eine gemeinsame kunststoffkaschierte Aluminiumfolie geschirmt.

Füller (engl. Pad)

Nichtleitendes, aus Isolierstoff (PVC) oder Textil bestehendes Element, das zum Ausfüllen von Lücken im Verseilverband benutzt wird. Auch als Blindader bezeichnet.

Füllstoff (engl. Filler)

Wird als Bestandteil von Isolier- und Mantelmischungen verwendet. Die Füllstoffe bei den Gummimischungen z. B. greifen direkt in die Kautschukmoleküle ein und verleihen ihnen gute mechanische Abriebfestigkeit. Füllstoffe sind im Wesentlichen z. B. Kieselkreide, Ruß und Aluminiumoxyd.

GAEB-Format

Abkürzung für „Gemeinsamer Ausschuss Elektronik im Bauwesen“ und beschreibt das Datenformat, in welchem Ingenieur- und Planungsbüros Leistungsverzeichnisse bzw. Ausschreibungen für Industrie-, Infrastruktur- und Gebäudetechnik-Projekte erstellen. Unter www.lappkabel.de stehen Lapp Ausschreibungstexte in den gängigen Formaten GAEB 90 (*.d81) und GAEB 2000 (*.p81) zum Download zur Verfügung.

Geberleitungen (engl. Signal cable)

Über Geberleitungen werden Elektromotoren auf ihre Genauigkeit und Exaktheit gesteuert. (Bei Lapp z. B. ÖLFLEX® Anschluss- und Steuerleitungen, ÖLFLEX® SERVO, UNITRONIC® Datenleitungen).

Geflecht (engl. Braiding)

Anordnung von sich kreuzenden Drähten oder Garnen als Bestandteil eines Leitungsaufbaus. Das Geflecht aus Kupferdrähten wird als Abschirmung genutzt, während Geflechte aus Textil- oder Kunststoffgarnen bzw. aus Stahldrähten schützende oder tragende, d. h. mechanische Aufgaben erfüllen. Geflechte können eng- oder weitmaschig (Bedeckungsdichte in Prozent), mit unterschiedlichen Flechtwinkeln ausgeführt werden.

Gegenschlag (engl. Opposite direction of lay)

Siehe → Verseilung

Gleichschlag (engl. Same direction of lay)

Siehe → Verseilung

Glimmer (engl. Mica powder)

Mineralisches Naturprodukt, das feingemahlen für sich allein oder gemischt mit Talkum als Trenn- und Gleitmittel verwendet wird. In Form von Folien und Bändern wird Glimmer auch für thermisch hoch belastete Leiterisolationen verwendet.

GOST

Normeninstitut in Russland (vergleichbar mit VDE in Deutschland, British Standard in Groß­britannien, IMQ in Italien, UTE in Frankreich)

Gradientenfaser (engl. Gradient fibre)

Lichtwellenleiter mit einem Gradientenprofil, d. h. mit einem → Brechzahlprofil, das sich über der Querschnittfläche des Lichtwellenleiters stetig ändert. Das Profil von üblichen Gradienten­fa­sern kann durch ein Exponentenprofil mit 1 < g < 3 ange­nähert werden.

Gummischlauchleitung
Rubber insulated cable

Kabel mit Gummiummantelung. Bei Lapp z. B. H05 RR/RN, H07 RR/RN (früher: NMHöu/NSHöu).

Halbleiter (engl. Semi-conductor)

Werkstoffe, deren elektrische Leitfähigkeit von verschiedenen Einflüssen abhängt, z. B. Stromrichtung, Temperatur, Lichteinfall. Durch Vermischen mit leitenden Stoffen (Kohle, Graphit) können Isolierstoffe (PVC) halbleitend modifiziert werden.

Halogenfrei (engl. Halogen free)

Stoffe, die keine Halogene (= Salzbildner) wie z. B. Chlor (Cl), Brom (Br), Jod (J) oder Fluor (F) enthalten.

Handgeräteleitungen (engl. Cables for hand-held machinery)

Handgeräteleitungen sind Anschluss- und Verlängerungsleitungen für Elektrowerkzeuge mit Einsatz im Freien oder in geschlossenen Räumen (bei Lapp z. B. ÖLFLEX® 540 P/CP, ÖLFLEX® 550 P, ÖLFLEX® 400, ÖLFLEX® 500 P, ÖLFLEX® SF...).

Hängekabel (engl. Lift cable)

Hängekabel sind Steuerleitungen mit einer Zugentlastung die z. B. an Aufzügen, Portalkränen, Steuerbirnen eingesetzt werden (bei Lapp z. B. ÖLFLEX® LIFT, ÖLFLEX® CRANE).

HAR

Prüfzeichen einer harmonisierten Leitung nach CENELEC-HD-Normen, Vergabe nur durch HAR-Prüfstellen wie z. B. VDE, USE, BASEC, USE, SEV.

Harmonisierungsschlüssel (engl. Harmonizing key)

Siehe → Tabelle T6

Härte (engl. Hardness)

Siehe → Shore

HD

Abkürzung für Harmonisierungsdokument. HDs haben in der EU den Status einer europäischen harmonisierten Norm (wie auch ENs).

Hertz

Maßeinheit für die Frequenz des Wechselstroms (in Deutschland 50 Hz bei Netzleitungen).

Hybridkabel (engl. Hybrid cable)

Kabel mit verschiedenen Übertragungsleitungen wie LWL, Kupferleiter, HF-Leiter.

ICEA

Abkürzung für Insulated Cable Engineers Association. Unterausschuss von NEMA – USA.

IEC

Abkürzung für International Electrotechnical Commission bzw. Internationales Elektrotechnisches Commitee. Normenausschuss zur internationalen Normung von Elektromaterial bzw. Internationale Kommission für die Normung auf dem Gebiet der Elektrotechnik und Elektronik.

Impedanz (Wellenwiderstand) (engl. Characteristic Impedance)

Scheinwiderstand eines elektronischen Vierpols. Er setzt sich zusammen aus dem ohmschen Widerstand und den frequenzabhängigen Widerständen von Induktivitäten und Kapazitäten. Die Impedanz einer Leitung stellt das Verhältnis der in einer Richtung fortschreitenden Spannungswellen zu der in der gleichen Richtung wandernden Stromwelle dar. Gebräuchliche Werte sind 100, 120 und 150 Ohm. Wichtig ist, dass die Impedanz des Kabels mit der Eingangs-/Ausgangsimpedanz der angeschlossenen Endgeräte übereinstimmt.

Industrielle Maschinen in den USA (engl. Industrial machinery for USA)

Für die Errichtung und den Betrieb von Maschinen in den USA gelten allgemein folgenden Regeln: Die Maschine muss den fö­de­ralen Sicherheitsgesetzen der Occupational Safety and Health Administration (O.S.H.A.: www.osha.gov) und den am Aufstellungsort geltenden nationalen oder lokalen codes (Rechtsvorschriften) entsprechen.Maschinen gelten nur dann als sicher, wenn sie in Übereinstimmung mit zuge­ordneten Normen (NFPA 70, NFPA 79….) konstruiert und hergestellt und deren Sicherheit durch ein Nationally Recognized Testing Laboratory (N.R.T.Ls www.osha.gov/dts/otpca/nrtl/) überprüft und für sicher befunden wurden.

Intensität (engl. Intensity)

Leistungsdichte auf einer Fläche, durch die Strahlung hindurchtritt, z. B. auf der strahlenden Fläche einer Lichtquelle oder auf der Querschnittsfläche eines Lichtwellenleiters (übliche Maßeinheit W/cm2).

Interaktiv (engl. Interactive)

Eigenschaft zweier Systeme, wechselseitig aufeinander einzuwirken, um Mitteilungen auszutauschen.

Interbus

Auf der untersten Ebene des Hierarchiemodells der Automatisierung werden besondere Anforderungen an ein Kommunikationssystem gestellt. Anschaltkosten, Echtzeitfähigkeit und kurze Zykluszeiten sind von besonderer Bedeutung. Die zu übertragenden Daten, meist Meß- oder Steuerwerte, sind typischerweise nur wenige Bits lang. Auf diese speziellen Anforderungen ist der in DIN E 19258 genormte INTERBUS-S mit seinem Summenrahmen-Protokoll spezialisiert. Mit einer Taktrate von 500 Kbit/s und einer Netto-Datenrate von ca. 50% lassen sich auch zeitkritische Steuerungen über ein Bussystem realisieren. Mit ca. 1.000.000 INTERBUS-S Knoten, die weltweit im Einsatz sind, zählt das System mit zu den führenden Feldbussystemen. In einigen Bereichen wie z. B. der Vernetzung von Frequenzumrichtern und in der Antriebstechnik kann sogar von einer Marktführerschaft ausgegangen werden.

Internet

Weltweites virtuelles Datennetz.

IP-Code

Ein Bezeichnungssystem, um die Schutzgrade durch ein Gehäuse gegen den Zugang gefährlicher Teile, das Eindringen von festen Fremdkörpern und/oder Wasser anzuzeigen und um zusätzliche Informationen in Verbindung mit einem solchen Schutz anzugeben (siehe EN 602529).

ISDN

Abkürzung für Integrated Services Digital Network. Dienstintegrierendes digitales Fernmeldenetz. Eignet sich für die Übertragung von Sprache, Text, Bild und Daten.

ISO

Abkürzung für International Organization for Standardiza­tion. Komitee, das international anerkannte Normen entwickelt – International.

Isolation (engl. Insulation)

Das Verhindern des Durchgangs elektrischer Ströme mittels nichtleitender Stoffe. Stoffe sind nichtleitend (als Isolatoren geeignet), wenn sie keine oder nur vereinzelte Leitungselektronen enthalten. Dazu gehören u. a. verschiedene Kunststoffe, Gummi, Keramik, Porzellan, Glas, Papier, Harz. (Isolation in Kondensatoren und Radiofrequenzkabeln wird als → Dielektrikum bezeichnet).

Isolationswiderstand (engl. Insulation resistance)

Der mit Gleichspannung an einem nichtmetallischen Werkstoff gemessene elektrische Widerstand zwischen zwei Elek­troden.

Kabel (engl. Cable)

Mit umhüllenden Schichten (Mantel) versehene Zusammenfassung mehrerer Adern oder auch die Umhüllung einer einzelnen Ader. Die Umhüllungen schützen die Adern vor schädigenden Einflüssen aller Art. Kabel dienen dem Transport des elektrischen Stroms (Energiekabel), der Weiterleitung von Informationen mit Hilfe des elektrischen Stroms (Datenkabel) oder der Übertragung von Informationen mit Hilfe von Lichtwellen (Glasfaserkabel). Je nach Verwendungszweck ist auch die Bezeichnung „Leitungen“ möglich. Eine exakte Trennung der Begriffe ist nicht möglich. Im allgemeinen spricht man von Kabeln, wenn die Verlegung außerhalb von Gebäuden erfolgt. In der Praxis verwischen sich die Begriffe.

Kabelaufbau (engl. Cable set-up)

Beschreibt (von innen nach außen) die für Kabel und Leitungen verwendeten Werkstoffe, deren Ausführungsarten und Beschaffenheit sowie die Lage der einzelnen → Elemente.

Kabelbaum (engl. Cable tree)

Zusammenfassung von Einzeladern oder Leitungen durch Abbinden mit Nylonbindern, Wendeln oder Schlauchumhüllungen. Die Baumform entsteht beim Zusammenfassen, da die verschiedenen Verbraucher in den Stromkreisen von Geräten und Anlagen räumlich getrennt sind und die Verbindung mit den einzelnen Leitungen ständig Verzweigungen erforderlich macht.

Kabeltypendatei (engl. Cable data)

Die Kabeltypendatei ist Bestandteil der CAE-Software von ePLAN®. In der Kabeltypendatei sind für alle Leitungen die Anzahl der Adern, deren Farbcode, die PE-Ader sowie die Schirmung definiert. In den Lapp Artikelstammdaten für ePLAN® ist die Kabeltype dem jeweiligen Artikel zugeordnet. Somit wird bei der Auswahl eines Lapp Artikels automatisch jede Ader mit dem entsprechenden Farbcode im Schaltplan von ePLAN® zugeordnet.

Kabelverschraubung (engl. Cable gland)

Markenname SKINTOP® bei Lapp. Kabelverschraubung ist eine Vorrichtung, welche zur Einführung eines Kabels, einer Leitung oder eines isolierten Leiters in eine Umhüllung konstruiert ist und die Dichtung und Rückhaltevermögen bereithält. Sie kann auch andere Funktionen haben z. B. Knickschutz, Zugentlastung, Potenzialausgleich, Erdung, Isolation oder eine Kombination von diesen.

Kabelverschraubungsgrößen (engl. Cable gland sizes)

Nach der EN 60562 sind zur Zeit folgende Größen definiert:
M 12 x 1,5; M 16 x 1,5;
M 20 x 1,5; M 25 x 1,5;
M 32 x 1,5; M 40 x 1,5;
M 50 x 1,5; M 63 x 1,5;
M 75 x 1,5;
M 90 x 2; M 110 x 2
M steht hierbei für metrisch.

Kältewickelprüfung (engl. Bending test at low temperature)

Flexibilitäts-Kältetest von Kabeln und Leitungen. Eine kalte Leitung wird um einen Dorn gewickelt, wobei keine Risse in der Isolation auftreten dürfen.

Kapazität (engl. Capacity)

Elektrische Maßeinheit, gemessen in Farad.

Kennfaden (engl. Tracer thread)

Ein Faden, dessen Struktur, Farbe oder Farbkombination eines Kabel- bzw. Leitungsherstellers als Warenzeichen eingetragen und geschützt ist. Er gibt Auskunft über den Hersteller der betreffenden Leitungen und Kabel (bei Lapp ist die Farbe ockergelb).

Kern (engl. Central filler)

Der Kern ist ein Konstruktionselement, über dem andere Konstruktionselemente angebracht sind.

Kerndurchmesser (engl. Core diameter)

Der Kerndurchmesser ist der Durchmesser des lichtführenden zentralen Bereichs einer LWL.

Klemmbereich der Kabelverschraubung (engl. Clamping range)

Kabeldurchmesserbereich, für den die zugesicherten Eigenschaften der Kabelverschraubung gelten.

Knick (engl. Kink)

Das Seil wurde gewaltsam über eine scharfe Kante abgeknickt, und die einzelnen Litzen und Drähte wurden dadurch plastisch verformt.  An den einzelnen Drähten entstanden bruchfördernde Kerben.

Knickschutz von Kabelverschraubungen (engl. Antikink Cable glands)

Vorrichtung, die Teil einer Kabelverschraubung ist und die zusätzlichen Schutz ermöglicht, wenn ein flexibles Kabel oder eine flexible Leitung häufigem Biegen ausgesetzt ist (bei Lapp z. B. SKINDICHT® SR-SV-M).

Knoten (engl. Joint)

Verknüpfungspunkt von (Daten)-Übertragungswegen.

Koaxial-Kabel (engl. Coaxial cable)

Konzentrisches Leiterpaar, bestehend aus einem Innenleiter und einem Außenleiter, der den Innenleiter vollständig umschließt. Koaxial-Kabel eignen sich zur dämpfungsarmen und verzerrungsfreien Übertragung von Signalen hoher Bandbreite. Sie sind durch ihren selbstschirmenden Aufbau deutlich unempfindlicher gegenüber externen Störeinflüssen (bei Lapp z. B. Koaxial-Kabel RG). Koaxial-Kabel werden in Fernmelde-Hochfrequenzanlagen (Kabelfernsehen, Ethernet-Anwendungen) zur Übertragung hochfrequenter Signale benutzt.

Kommunikation (engl. Communication)

Verständigung zwischen selbstständigen Systemen. Dient dem einseitigen oder wechselseitigen Austausch von Nachrichten in Form von Sprache, Text, Bildern oder Daten.

Kompensationsleitung (engl. Compensating cable)

Siehe → Ausgleichsleitung

Konduktanz (engl. Conductance)

Der elektrische Leitwert ist der Kehrwert des elektrischen Wider­stands.

Konfektionierte Leitung (engl. Assembly)

Eine installationsfertig hergerichtete Leitung. Sie ist auf die entsprechende Länge geschnitten und an den Enden mit Anschlusselementen (Steckern, Kabelschuhen etc.) bestückt.

Konzentrischer Leiter (engl. Concentric conductor)

Der konzentrische Leiter (z. B. NYCWY) darf als PE-Leiter oder PEN-Leiter verwendet werden, er darf auch als Schirm dienen.

Koppler (engl. Coupler)

Passive optische Bauelemente zum Übertragen von Licht zwischen Lichtquelle und Lichtwellenleiter oder zwischen mehreren Lichtwellenleitern. Von besonderer Bedeutung sind Koppler, die den Aufbau von Lichtwellenleiternetzen zum Verbinden mehrerer Sender und Empfänger ermöglichen (siehe → T-Koppler).

Kopplungswiderstand (engl. Transfer impedance)

Maß für die Güte der Schirmung, wird definiert als das Verhältnis der Spannung längs des Schirms des gestörten Systems zum Strom des störenden Systems.

Korrosion (engl. Corrosion)

Zersetzung von Mineralien und Werkstoffen durch mechanische und chemische Umwelteinflüsse.

Kranleitungen (engl. Crane cables)

Kranleitungen sind Versorgungsleitungen für Kräne im Freien oder in der Halle (bei Lapp z. B. ÖLFLEX® CRANE).

Kupfer (engl. Copper)

Bester Werkstoff zur Herstellung von elektrischen Leitern. Sehr gute Leitfähigkeit von Wärme und Elektrizität. Des Weiteren besitzt Kupfer (Cu) eine sehr gute Verformbarkeit sowie gute Festigkeitseigenschaften.

Kupferbasis (engl. Copper base)

Der Geldwert, mit dem das in den Leitungen und Kabeln enthaltene Kupfer im Preis bewertet ist.

Kupferzahl (engl. Copper weight)

Sie drückt die Masse des in den Leitungen und Kabeln enthaltenen Kupfers aus.

kV

Abkürzung für Kilovolt. 1 Kilovolt entspricht 1.000 Volt.

LAN

Abkürzung für Local Area Network. Räumlich begrenztes Netzwerk, das für haus- bzw. firmeninterne Kommunikation genutzt wird.

Längswasserdichtigkeit (engl. Longitudinal water tightness)

Sie wird erreicht durch die Ausfüllung der Hohlräume zwischen den Aderanordnungen mit Füllstoff verschiedener Art (z. B. Petrolatfüllung).

Leistung (engl. Capacity)

Elektrische Maßeinheit V x A= Watt.

Leiter (engl. Conductor)

Ein nicht isolierter Draht aus einem Material, das durch eine hohe Zahl freier Elektronen dafür geeignet ist, elektrischen Strom zu führen (insbesondere Kupfer und Aluminium).

Leiter, eindrähtig (engl. Single–wired conductor)

Der eindrähtige Leiter besteht aus nur einem einzelnen Draht.

Leiteranschlusstechnik (engl. Wire termination technique)

Je nach Anwendungsgebiet kann zwischen verschiedenen Leiteranschlusstechniken gewählt werden. Wo Servicefreundlichkeit und einfache Instandhaltung gefragt sind kommt der Schraub­einsatz zum Einsatz. Werden Steckverbinder in großen Stückzahlen mit einer prozesssicheren Anschlusstechnik gefordert ist das Crimpen die erste Wahl. Die Käfigzugfeder vereint Servicefreundlichkeit mit prozesssicherem Leiteranschluss, wobei aber der Platzbedarf pro Kontakt hier für den Leiteranschluss bei allen beschriebenen Anschlusstech­niken am höchsten ist.

Leiterwiderstand (engl. Ohmic resistance)

Der Widerstandsbelag erfasst die Verluste in den metallischen Leitern. Die Leiterabmessungen, das Leitermaterial und die Temperatur bestimmen den Gleichstromwiderstand Ro'. Aufgrund des Skineffektes nimmt der Leiterwiderstand mit wachsender Frequenz zu. Ebenso steigt er mit der Kabellänge linear an.

Leitung (engl. Core)

Unter einem Mantel zusammengefasste Adern beliebiger Anzahl.

Leitungskurzbezeichnung (engl. Cable type letter code)

Eine Kennzeichnung von Leitungen und Kabeln entsprechend ihres Aufbaus, Nennquerschnitts und der Aderzahl, Nennspannung und Leiterform, die durch das Aneinanderfügen vorbestimmter Buchstaben und Zahlen erfolgt. In Standards und Regelwerken ist die Bedeutung der Buchstaben und Zahlen festgelegt.

Li2YCY

Einzelader abgeschirmt aus Polyethylen.

Li5YCY

Einzelader abgeschirmt aus TEFLON®-PTFE. TEFLON® ist ein Markenname der Firma DuPont de Nemours.

Lichtleiter-Kabel (engl. Glas fibre cable)

Dienen dem Transport von Daten. Statt des elektrischen Stromes wird hier Licht als Transportmittel verwendet.

Lichtwellenleiter (LWL) (engl. Glas fibre cable)

Dielektrischer Wellenleiter, dient zur Übertragung von Signalen mit Lichtwellen. Auch Faser genannt.

Link

Ein Link stellt eine vollständige Verkabelungsstrecke vom Etagenverteiler bis zum Eingang des Datenendgerätes dar. Enthalten sind alle Anschlussdosen und Stecker, Installationskabel sowie Patchkabel. Die Qualität eines Links wird in Klassen definiert, die Qualität der Einzelkomponenten in Kategorien.

Litze (engl. Strand)

Die zu einem Bündel zusammengeführten Einzeldrähte eines Leiters, je nach gewünschtem Querschnitt in unterschiedlicher Anzahl und Einzeldrahtstärke. Das Bündeln der Einzeldrähte erfolgt entweder durch Verseilung oder durch Würgen. Einzeladern z. B. LIY, H05V-K, H07V-K.

LiY

Einzeladern (Litze) überwiegend 0,14 und 0,25 mm2 LiYv: Einzeladern (Litze) verzinnt.

LiYCY

Einzeladern mit Kupfer-Abschirmung (C steht für Kupfer).

LiYY

Mehradrige Litzenleitung (ÖLFLEX®, UNITRONIC®).

LWL-Schweißverbindung (engl. Splice)

Verbindung von zwei Lichtwellenleitern, die durch Verschmelzen ihrer Enden entsteht (siehe → Spleiß).

Mantel (engl. Outer sheath)

Bedeutet zum einen die äußere Umhüllung einer Leitung oder eines Kabels, zum anderen das gesamte optisch transparente Material eines LWL, außer dem Kern.

Manteldurchmesser (engl. Outer diameter)

Durchmesser des kleinsten Kreises, der die Mantelfläche umschließt.

Mantelleitung (engl. Sheathed cable)

Bezeichnung für NYM und andere ummantelte Leitungen.

Massivleiter (engl. Single conductor)

Leiter, der im Gegensatz zur Litze nur aus einem Draht besteht. Ein starrer Draht ist zur festen Verlegung geeignet.

Master

Zentraler Busteilnehmer, der den Buszugriff regelt. Alle anderen Teilnehmer arbeiten als Slaves (siehe → ASI).

Master-Slave-Prinzip (engl. Master-Slave principle)

Master-Element bestimmt, Slave Elemente folgen den Anweisungen. Bei der dezentralen Bussteuerung z. B. vergibt ein Automatisierungsgerät als Master-Element die Zugriffsrechte für die anderen Komponenten (Slave Elemente – siehe → ASI).

Materialdispersion (engl. Material dispersion)

Dispersion, die bei einer nicht monochromatischen Lichtquelle durch die Wellenlängenabhängigkeit der Brechzahl n eines Stoffes bzw. der Lichtgeschwindigkeit in diesem Stoff entsteht.

Mikrokrümmungen (engl. Microbending)

Krümmungen der Faser, die lokale Axialverschiebungen von beispielsweise wenigen Mikrometern und räumliche Wellenlängen von beispielsweise einigen Millimetern haben. Mikrokrümmungen verursachen Lichtverluste und erhöhen dadurch die → Dämpfung der Faser.

Modem

Einrichtung zur Anpassung von digital arbeitenden Datenstationen an analoge Fernmeldewege.

Moden (engl. Mode)

Diskrete Lichtwellenformen, die sich im LWL ausbreiten können.

Modendispersion (engl. Mode dispersion)

Die durch Überlagerung von Moden mit verschiedener Laufzeit hervorgerufene Signalverzerrung in einem LWL.

Modulation

Ein zu übertragendes Netzsignal wird durch ein Trägersignal verändert.

Monomodefaser (engl. Monomode fibre)

Lichtwellenleiter mit kleinem → Kerndurchmesser, in dem nur ein einziger Modus, der Grundmodus, ausbreitungsfähig ist. Dieser Fasertyp ist besonders geeignet für Breitbandübertragung über große Entfernungen, da seine → Übertragungsbandbreite nur durch → chromatische Dispersion begrenzt ist.

Motorenkabel (engl. Motor cable)

Motorenkabel sind Versorgungsleitungen für Elektromotoren (bei Lapp z. B. ÖLFLEX® SERVO FD).

Multimodefaser (engl. Multimode fibre)

Lichtwellenleiter, dessen Kerndurchmesser groß ist gegenüber der Lichtwellenlänge und in dem deshalb eine große Anzahl von Moden ausbreitungsfähig sind. Durch ein Gradientenprofil (→ Gradientenfaser) kann die → Modendispersion klein gehalten werden, sodass große Übertragungsbandbreiten erreichbar sind, die allerdings von → Monomodefasern noch übertroffen werden.

Nanosekunde (engl. Nanosecond)

Milliardstelsekunde. Zeitgröße für die interne Schaltgeschwindigkeit von Computern.

NEC

Abkürzung für National Electrical Code. Standard-Normenwerk für die Sicherheit elektrischer Geräte wie z. B. Apparate-Elektroinstallationen im Niederspannungsbereich bis 600 V – USA.

NEMA

Abkürzung für National Electrical Manufacturers Association. Die NEMA erstellt und vertreibt gemeinsam mit IECA Standards für Kabel und Leitungen – Washington D.C., USA.

NEMCO

Norwegische Prüfbehörde, ähnlich VDE in Deutschland.

Nennspannung (engl. Nominal voltage)

Nennspannung ist die Spannung, auf welche der Aufbau der Leitung hinsichtlich der elektrischen Eigenschaften bezogen wird. Die Nennspannung wird durch Angabe von zwei Wechselspannungen U0/U in V ausgedrückt: U0 = Effektivwert zwischen einem Außenleiter und der „Erde“ (nichtisolierende Umgebung). U = Effektivwert zwischen zwei Außenleitern einer mehradrigen Leitung oder eines Systems von einadrigen Leitungen.

Neopren® (engl. Neoprene®)

Handelsname der Firma DuPont de Nemours für Kunstkautschuk aus Chloroprene-Gummi.

Netzwerk (engl. Network)

Leitungsnetz, mit dem Verbindungen zwischen Datenstationen hergestellt werden.

Neutralleiter (engl. Neutral conductor)

Neutralleiter, soweit vorhanden, dürfen keinen kleineren Querschnitt als Außenleiter haben VDE 0100 Teil 520, Abschnitt 524.2.

Next, Fext (Nebensprechdämpfung) (engl. Near end cross talk, far end cross talk)

Bei mehrpaarigen Datenkabeln wird durch die Feldwirkung der Signalübertragung eines Paares bei den Nachbarpaaren ein Störsignal induziert. Das Nebensprechen ist längenunabhängig und wird größer mit steigender Frequenz. Die Differenz zwischen dem Nutzsignal und dem auf dem Nachbarpaar messbaren Störsignal wird als Nebensprechdämpfung bezeichnet und in dB angegeben. Man unterscheidet zwischen: NEXT/Near End Cross Talk (Nahnebensprechdämpfung) und Fext/Far End Cross Talk (Fernnebensprechdämpfung).

NFPA

Abkürzung für National Fire Protection Association. Herausgeber von NFPA Normen und NEC – USA.

NFPA 79

NFPA 79 ist der Abschnitt des National Electric Code (NEC®) der sich u. a. mit den Anforderungen zur elektrischen Verdrahtung industrieller Maschinen befasst. NFPA 79 betrifft allgemein elektrische Komponenten bei Verwendung in einzelnen Maschinen und zusammen arbeitenden Anordnungen von Maschinen (Maschinengruppen). Die National Fire Protection Assosiation (www.nfpa.org) ist der Herausgeber dieses wichtigen Standards. Der Anwendungsbereich von NFPA 79 betrifft alle elektrischen und elektroni­schen Komponenten einer Maschine mit einer maximalen Nennspannung von 600V. In 2006 wurde NFPA 79 überarbeitet. Ziel dieser Überarbeitung war die Harmonisierung des NFPA 79 mit dem europäischen Gegenstück IEC/EN 60204.

Normen (engl. Norms)

Der Bundesgerichtshof äußerte sich am 14.05.1998 zu Regeln der Technik folgendermaßen: Anerkannte Regeln der Technik sind solche, die von der Theorie als richtig anerkannt werden und sich in der Praxis bewährt haben. DIN-Normen sind nach Ausführungen des BGH demgegenüber nur private technische Regelungen mit Empfehlungscharakter, welche die anerkannten Regeln der Technik zwar wiedergeben, aber auch hinter diesen zurückbleiben oder schlechthin falsch sein können.

Numerische Apertur (engl. Numeric apertur)

Sinus des maximal möglichen Einkopplungswinkels eines LWL.

NYM

Diese Leitungen (Normleitung für feste Verlegung) sind bestimmt zur Verlegung über, auf, im und unter Putz, in trockenen, feuchten und nassen Räumen sowie im Mauerwerk und im Beton, ausgenommen die direkte Einbettung in Schüttel-, Rüttel- oder Stampfbeton.

Öffnungswinkel (engl. Angle of beam spread)

Halber Scheitelwinkel des Kegels, innerhalb dessen die in einen Lichtwellenleiter bei gleichmäßiger Ausleuchtung eingekoppelte Leistung gleich einem spezifizierten Bruchteil der gesamten eingekoppelten Leistung ist.

ÖNORM-Format

Österreichisches Format für Ausschreibungstexte.

OTDR

Messverfahren zum Prüfen von Glasfasern auf Fehler oder Übertragungsqualität. OTDR steht für Optical Time Domain Reflectometer.

Paar (engl. Pair)

Zwei miteinander verseilte → Adern innerhalb eines Verseilverbandes (siehe → Element). Die induktive Koppelung zweier parallel geführter Leiter wird durch das möglichst kurze (→ Schlaglänge) Zusammendrehen der beiden Adern vermindert.

Panzerung (engl. Armouring)

Siehe → Armierung

Patchfeld (engl. Patch field)

Ein Patchfeld ist die Umsteck­voreinrichtung, die dem An schluss, dem Verbinden und Rangieren von Verbindungen dient.

Patchkabel (engl. Patch cable)

Patchkabel gemäß EN 50173/ ISO IEC 11801 dienen der flexiblen Verbindung zwischen Ports der Patchfelder sowie dem Anschluss an die Telekommunikationsdosen.

PE (engl. Polyethylene)

Abkürzung für Polyethylen

Photodiode

Halbleiterdiode, die Licht absorbiert und die dabei frei werdenden Ladungsträger als Photostrom einem äußeren Stromkreis zuführt. Man unterscheidet PIN-Photodioden und Lawinen-Photodioden.

Photovoltaik (engl. Photovoltaic)

Unter Photovoltaik (oder Fotovoltaik) versteht man die direkte Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie mittels Solarzellen. Die Photovoltaik ist ein Teilbereich der Solartechnik, die weitere technische Nutzungen der Sonnenenergie einschließt.

PiMF

Abkürzung für paarig in Metall­folie.

Polyamid (engl. Polyamide)

Polyamid gehört zu den Polymeren. Polyamid ist kältefest, stoßbelastbar, schlagzäh und abriebfest.

Polycarbonat (engl. Polycarbonate)

Voraussetzung für die Beständigkeit ist, dass keine aggressiven Komponenten wie Weichmacher oder Lösemittel das Polycarbonat angreifen. Das Material quillt auf und es kann zu Spannungsrissen führen.

Polyethylen (engl. Polyethylene)

Polyethylen ist ein halogenfreier Kunststoff, der aber leicht brennt. Durch Beimischen von Zusatzstoffen kann PE auf flammwidrig und raucharm getrimmt werden.

Polyurethan (engl. Polyuretane)

Sehr kerbzäh, schwer abmantelbar, starke Rückstellkräfte. (PUR, 11Y, Q ).

Polyvinylchlorid (engl. Polyvinyl chloride)

Polyvinylchlorid ist ein halogenhaltiger Kunststoff. Halogene (Salzbildner) sind Chlor, Brom, Fluor, Jod und Astat. Chlor und Fluor werden verwendet, um Kunststoffe flammwidrig und gegen äußere Einflüsse widerstandsfähiger zu machen. PVC-ummantelte Kabel sind flammwidrig. Halogenhaltige Kunststoffe bilden bei ihrer Verbrennung hochgiftige Gase, die zusammen mit Löschwasser aggressive Säuren bilden, die ihrerseits extreme Korrosionsschäden verursachen können.

Prägung (engl. Imprinting)

Kennzeichnung von Leitungen und Kabel durch Reliefprägung (ohne Farbe). Diese Technik ist nur in noch warmem Zustand des Mantels möglich, da die Kennzeichnung positiv oder negativ in das Material eingedrückt wird.

Profibus

Das Profibus-Netzwerk ist auf dem Prinzip der Master-Slave-Kommunikation aufgebaut. Ein zentraler Controller, der Feldbus-Master, liest zyklisch die Information der Feldgeräte, der Feldbus-Slaves, und schreibt ihnen die Ausgabewerte. In einem Profibus DP Netzwerk ist eine Hochgeschwindigkeits-Übertragungsrate von bis zu 12 Mbit/s möglich. Es basiert auf der Europäischen Norm EN 50170.

Prüfspannung (engl. Test voltage)

Spannung, die an den Prüfling zum Nachweis einer bestimmten Spannungsfestigkeit angelegt wird.

PTFE

Abkürzung für Polytetrafluorethylen, TEFLON® Kunststoff (PTFE). Markennamen der Firma DuPont de Nemours.

PUR

Abkürzung für Polyurethan, zäher abriebfester thermoplastischer Kunststoff, Gummi-Ersatz, z. B. in ÖLFLEX® 400P, ÖLFLEX® 540P.

PVC

Abkürzung für Polyvinylchlorid.

PVC-Pulver-Additive (engl. PVC-powder additive)

Additive werden als Mattierungsmittel, Gleitmittel, Farbpigmente, Wachse für glatte Oberflächen den PVC-Mischungen beigesetzt.

Querschnitt (engl. Crosssection)

Querschnittsfläche des Leiters. Man unterscheidet den geometrisch festgelegten Nennquerschnitt und den leitfähigen Querschnitt, der aus dem elektrischen → Widerstand abgeleitet ist. So ist dem Nennquerschnitt ein bestimmter maximaler Widerstand zugeordnet, innerhalb dessen auch der Leiteraufbau spezifiziert ist. In der Regel wird der Querschnitt in mm2 angegeben. Aber bei bestimmten Leitungs- und Kabelarten, die immer aus eindrähtigen Leitern aufgebaut sind (Fernmeldekabel), wird zur Kennzeichnung oder zur Beschreibung der Leiterdurchmesser verwendet.

RAL

Die RAL-Farben mit der vierstelligen Nummer sind seit über 70 Jahren ein Maßstab für Farbgebung. Die Farbsammlung umfasst derzeit über 200 Farben. Die Basissammlung für matte Farbtöne ist das Register RAL 840-HR. Die Sammlung für glänzende Farbtöne das Register RAL 841-GL. Die Basissammlungen werden laufend den Erfordernissen der Industrie angepasst. Durch diese Sammlungen wird ein breites Anwendungsspektrum abgedeckt. Die Register dienen als Farbvorlage für Gestaltungen, beinhalten aber auch Sicherheits- und Signalfarben und erfüllen die Farbvorgaben von DIN-Normen.

Raster (engl. Grid)

Genauer Abstand der Leiter eines Bandkabels zueinander.

REACH

REACH-Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe. Die EU hat mit der REACH Verordnung ein einheitliches System zur Registrierung („Registration“), Bewertung („Evaluation“), Zulassung („Authorisation“) und Beschränkung („Restriction“) von Chemikalien geschaffen – kurz REACH genannt. Zweck dieser Verordnung ist es, ein hohes Maß an Schutz für die menschliche Gesundheit und die Umwelt sicherzustellen.

Reflexion

Signalreflexionen entstehen an Koppelstellen von Komponenten wie Steckern und Kabeln und sind bei Kupfernetzen auf unterschiedliche Wellenwiderstände zurückzuführen: Dieses führt bei extremen Wellenwiderstands­differenzen zur Signalverzerrung.

Resistent (engl. Resistant)

Das Kabel leistet bestimmten Stoffen Widerstand, d. h. es wird von ihnen nicht zerstört.

RFID

RFID heißt Radio Frequency Identification und bedeutet, dass Daten ohne Berührung und Sichtkontakt übermittelt werden können.

RJ-45

Die RJ45-Verbindung ist ein achtpoliges Miniaturstecksystem u. a. für Patchkabel. Der Stecker ist für den Verkabelungsstandard ISO/IEC 11801 normiert.

RoHS

Die EG-Richtlinie 2002/95/EG zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten regelt die Verwendung von Gefahrstoffen in Geräten und Bauteilen. Sie sowie die jeweilige Umsetzung in nationales Recht wird zusammenfassend mit dem Kürzel RoHS (engl.: Restriction of (the use of certain) hazardous substances; deutsch: „Beschränkung (der Verwendung bestimmter) gefährlicher Stoffe“) bezeichnet.

Rückdrehung (engl. Backtwist)

Der Begriff bezieht sich auf den Verseilungsvorgang. Die Verseilmaschine ist technisch so ausgelegt, dass die zu verarbeitenden Elemente torsionsfrei zu einem Seil zusammengedreht werden.

Rückhaltevermögen von Kabelverschraubungen (engl. Retention of cable glands)

Fähigkeit einer Kabelverschraubung, die Verschiebung eines befestigten Kabels oder einer befestigten Leitung unter statischer Last zu begrenzen.

Rückstreuung (engl. Backscatter)

Ein geringer Bruchteil des Lichtes, das durch Streuung aus seiner Richtung gelenkt wurde, gelangt in Rückwärtsrichtung, läuft also im Lichtwellenleiter zum Sender zurück. Durch Beobachten des zeitlichen Verlaufs des rückgestreuten Lichtes mit Hilfe eines Strahlteilers am Sender kann man nicht nur Länge und Dämpfung eines installierten Lichtwellenleiters von einem Ende aus messen, sondern auch lokale Unregelmäßigkeiten, z. B. Lichtverluste in Spleißen.

S-FTP

Der Aufbau der paarverseilten Leitungen mit Folien- und Geflechtschirm (S-FTP = Shielded Foil and Braid Twisted Pair) zeichnet sich aus durch eine Folienschirmung über allen Paaren, über welche zusätzlicher Schirm aus verzinntem Kupfergeflecht gelegt ist.

Sauerstoffindex (engl. Oxygen index)

Prozentualer Anteil des Sauerstoffs in der Umgebungsluft, der notwendig ist, um die Verbrennung nach Entfernung einer Flamme aufrechtzuerhalten. Da der natürliche Anteil des Sauerstoffs in der Luft ca. 23% beträgt, werden Stoffe mit einem Sauerstoffindex größer als 24 im allgemeinen bei Wegnahme der Flamme von selbst erlöschen. Dieser Begriff taucht insbesondere bei halogenfreien Leitungen und Kabeln auf.

Schichtenmantel (engl. Composite layer, composite sheath)

Die Kombination einer Aluminiumfolie mit dem Kunststoff-/Polyethylenmantel eines Kabels. Die Folie umhüllt längseinlaufend und überlappend den Kern des Kabels, wobei die Kunststoffseite nach außen zu liegen kommt. Der darauf extrudierte Außenmantel verbindet sich durch die Temperatureinwirkung homogen mit der Folie, sodass insgesamt eine untereinander verbundene „Schicht“ Aluminium-Folie-Mantel entsteht. Anwendung bei Fernsprechaußenkabeln.

Schlaglänge (engl. Length of lay, length of twist)

Die Schlaglänge ist das Maß für die Strecke (gemessen in Richtung der Längsachse), welche die Elemente einer Lage nach einer Umwindung von 360° zurücklegen, z. B. 40 mm. Gebräuchlich ist auch die Angabe „Schläge“ je Meter, z. B. 40 mm = 25 Schläge.

Schleppkettenleitungen (engl. power chain cables)

Schleppkettenleitungen sind Leitungen, die in Energieführungsketten zum Einsatz kommen (bei Lapp z. B. ÖLFLEX® FD, ÖLFLEX® SERVO FD, UNITRONIC® FD plus).

Schnittstelle (engl. Interface)

Anschlussstelle einer technischen Einrichtung, die bestimmte Eigenschaften zur Anschlussfähigkeit an eine andere technische Einrichtung umfasst.

Schutzarten (engl. Degrees of protection)

Schutz von elektrischen Betriebsmitteln durch Gehäuse, Abdeckungen und dergleichen. Schutz der Betriebsmittel gegen Eindringen von festen Fremdkörpern und gegen Eindringen von Wasser.

Schutzkontakt, voreilend (engl. Leading protective ground)

Der PE-Kontakt eines Steckverbinders stellt zuerst den Kontakt her bzw. wird zuletzt getrennt, und ist durch Schutzleiterzeichen gekennzeichnet.

Schutzleiter (engl. Protective conductor)

(Symbol PE) Ein Leiter, der für einige Schutzmaßnahmen gegen gefährliche Körperströme erforderlich ist, um die elektrische Verbindung zu nachfolgenden Teilen herzustellen. Die Kennzeichnung des Schutzleiters in Leitungen ist grün/gelb (GNYE).

Schwer entflammbar (engl. Flame retardant)

Thermoplast- und Elastomer-Mischungen für Isolationen und Mäntel werden durch entsprechende Zusätze so beeinflusst, dass sie bei Hitzeeinwirkung nur mit Verzögerung in Brand geraten. (siehe auch → Flammwidrigkeit).

Seele (engl. Central element)

Siehe → Kern

Selbstverlöschend (engl. Self-extinguishing)

Eigenschaft eines (Kunst-)Stoffes selbst zu verlöschen, wenn keine Flamme mehr am Material liegt.

SEMCO

Schwedische Prüfbehörde, ähnlich VDE.

Sender, optischer (engl. Transmitter, optical)

Baugruppe zum Umwandeln elektrischer Signale in optische. Sie besteht aus einer Sendediode mit Anschlussfaser, Stecker und Treiberverstärker sowie weiteren elektronischen Schaltungen. Insbesondere bei Laserdioden ist eine Photodiode mit Regelverstärker zum Überwachen und Stabilisieren der Strahlungsleistung erforderlich, außerdem in vielen Fällen ein Temperaturfühler und ein Peltierkühler zum Stabilisieren der Betriebstemperatur. Die Hauptbestandteile des Senders werden meist, soweit möglich, zu einer kompakten Untereinheit, dem Sendemodul, zusammengefasst.

SEV

Abkürzung für Schweizerischer Elektrotechnischer Verein, Prüfbehörde ähnlich VDE.

Shore

Härtegrad des Leitungsmantels. Die Definition lautet: Der Widerstand gegen das Eindringen eines anderen Körpers, der ausnahmslos vor dem Auftreten einer Schädigung gemessen wird. Shore-A-Prüfung bei weichen Kunststoffen, Shore-D-Prüfung bei härteren Kunststoffen.

SIA-Format

Schweizer Format für Ausschreibungstexte.

Signalausbreitungsgeschwindigkeit (NVP) (engl. Speed of signal propagation)

Signale breiten sich in allen Leitungen mit einer Geschwindigkeit aus, die stets geringer als die Lichtgeschwindigkeit ist. Der NVP-Wert gibt das Verhältnis zur Ausbreitungsgeschwindigkeit des Lichts an.

Skin-Effekt (engl. Skin effect)

Je höher die Frequenz des Nutz- oder Störsignal ist, umso mehr wird der hochfrequente Strom an die Oberfläche gedrängt. Der Skin-Effekt ist die Eigenschaft eines Wechsel- bzw. Hochfrequenz-Stromes in einem Leiter durch Prozesse der Induktion, Feldlinien an die Oberfläche zu drängen. Dies begrenzt die Eindringtiefe eines von außen eingestrahlten elektromagnetischen Feldes in das Objekt und somit auch dessen Wirksamkeit im Innern.

Slave

Teilnehmer an einem Netz, der nur nach Ansprache durch den Master am Datenaustausch teilnehmen kann (siehe → ASI).

SNA

Abkürzung für System Network Architecture. Konzeption für die Architektur eines Netzwerks, damit Datenübertragung zwischen verschiedenen Rechner­typen möglich wird.

Sockelgehäuse (engl. Surface mount base)

Gehäuseunterteile mit geschlossenem Boden werden als Sockelgehäuse bezeichnet. Sockelgehäuse gibt es mit einem Kabelausgang auf der rechten Seite oder auf beiden Seiten des Gehäuses.

Spannung (engl. Voltage, tension)

Elektrische Maßeinheit, gemessen in Volt, d. h. Spannung = Widerstand x Stromstärke.

Spannungsebenen (engl. Voltage-level classes)

Man spricht von vier Spannungsebenen. Alles was <1000 Volt (<1 kV) ist, gehört zur Gruppe Niederspannung. Als Hochspannung gelten Spannungen > 1 kV. Innerhalb der Hochspannung wird in der Praxis (keine gesetzliche Vorschrift) noch unterschieden nach: Mittelspannung 1 kV – 30 kV, Hochspannung 50 kV – 150 kV, Höchstspannung 150 kV – 400 kV. Innerhalb dieser Gruppen gibt es mehrere verschiedene Spannungshöhen.

Spezifischer Durchgangswiderstand (engl. Specific volume resistance)

Der spezifische Durchgangswiderstand [Ohm m] ergibt sich aus dem gemessenen Durchgangswiderstand [Ohm] multipliziert mit der Messfläche [m²] dividiert durch die Probenlänge [m]. VDE 0207, Teil 4 und VDE 0303, Teil 30.

Spiralkabel (engl. Spiral cable)

Flexible Leitungen, die zu einer „Spiralfeder“ geformt sind. Die Leitung wird auf einen Dorn gewickelt. Durch Wärmezufuhr (Tempern) werden die durch den Wickelvorgang hervorgerufenen Spannungen im Kunststoff abgebaut, sodass nach Abkühlung die Spiralform als spannungsfreier Zustand der Leitung bestehen bleibt. Bei einer Dehnung verlängert sich die Spirale und geht, wenn die Kraft nicht mehr wirkt, in den ursprünglichen Zustand zurück.

Spleiß (engl. Splice)

Feste Verbindung zweier Lichtwellenleiter. Man unterscheidet dabei geklebte und geschweißte Spleiße (siehe auch → LWL-Schweißverbindung).

Stabilisator (engl. Stabiliser)

a) Ein Bestandteil, der in manchen Kunststoffen verwendet wird, um physikalische und chemische Eigenschaften während der Verarbeitung und der Nutzungsdauer zu erhalten. b) Zusatzstoffe (z. B. Blei-, Zinn- oder Cadmium-Salze) für Kunststoffe. Sie verzögern oder wirken dem Abbau- und Alterungsprozess entgegen, der bei thermischer Belastung eintritt.

Stecker (engl. Connector)

Bauelement zur leicht trennbaren und wieder zusammensetzbaren Verbindung zweier Lichtwellenleiter. In der Regel ist die Einfügungsdämpfung eines Steckers höher als die eines Spleißes. In der Schwach- und Starkstromtechnik werden Stecker für den Anschluss von Leitungen mit unterschiedlichen Polzahlen und in den verschiedensten Ausführungsarbeiten verwendet. Wegen der damit verbundenen Service-Freundlichkeit gegenüber fest angeschlossenen Leitungen finden Stecker ein immer größeres Anwendungsgebiet. (Bei Lapp z. B. EPIC®).

Steckverbinder (engl. Connector)

Steckverbinder sind Bauelemente, die es ermöglichen, elektrische Leiter anzuschließen und dazu bestimmt sind, mit einem passenden Gegenstück lösbare elektrische Verbindungen herzustellen. Steckverbinder dürfen bei bestimmungsgemäßem Verwenden (unter elektrischer Spannung) nicht gesteckt oder getrennt werden. Nach der Befestigung werden freie und feste Steckverbinder unterschieden. Der Steckverbinder besteht aus dem Steckverbindergehäuse und den Kontaktelementen. (Bei Lapp z. B. Marke EPIC® von Contact).

Sternkoppler (engl. Connector)

Zentrales Bauelement für sternförmige passive Lichtwellenleiternetze. Es verbindet zahlreiche Sender und Empfänger und verteilt die Signallichtleistung, die ein angeschlossener Sender liefert, gleichmäßig auf alle angeschlossenen Empfänger.

Steuerleitungen (engl. Control cables)

Die Marke ÖLFLEX® von Lapp steht synonym für Anschluss- und Steuerleitungen. Grundsätzliche Merkmale von Steuerleitungen sind: Leiter aus blanken oder verzinnten Kupfer-Fein-Drähten, PVC-Isolation, Verseilung der Adern mit Rückdrehung, Außenmantel Spezial-PVC-Mischung. Ausführungsarten bei ÖLFLEX® sind:
a) Adern verschiedenfarbig,
b) Nummernkabel. ÖLFLEX® Leitungen besitzen folgende Eigenschaften: Flexibel, weitgehend beständig gegen Öle verschiedenster Art, Laugen und Säuren. ÖLFLEX® findet in folgenden Bereichen seine Anwendung: Als Kontroll- und Steuerleitung im Werkzeugmaschinenbau und allgemeinen Maschinenbau, Anlagenbau, in Industrieanlagen aller Art, in Mess- und Regeltechnik, Verfahrenstechnik, Datenverarbeitung etc. ÖLFLEX®-Steuerleitungen sind wegen der guten Flexibilität, der allgemein guten chemischen Beständigkeit, der übersichtlichen Adercodierung und der problemlosen Kompatibilität zu vielpoligen Maschinensteckern für oben genannte Anwendungsfälle sehr zu empfehlen.

STP

Bei paarverseilten Leitungen mit Folienschirmung der Einzelpaare und Gesamtgeflechtschirm (STP = Individually Screened Foil and Braid Twisted Pair) sind die Adern paarig verseilt und individuell mit einer metallischen Folie geschirmt, um ein besonders geringes Nahnebensprechen zu erreichen. Zusätzlich wird ein Gesamtschirm eingebracht.

Streuung (engl. Diffusion)

Hauptsächliche Ursache für die Dämpfung eines Lichtwellenleiters. Sie entsteht durch mikroskopische Dichtefluktuationen im Glas, die einen Teil des geführten Lichtes so weit aus seiner Richtung ablenken, dass er den Lichtwellenleiter verlässt. Bei Lichtwellenlängen oberhalb 1600 nm ist dieser Effekt sehr schwach, er steigt jedoch zu kurzen Wellenlängen hin mit der vierten Potenz der Wellenlänge an (Rayleigh-Streuung).

Strombelastbarkeit (engl. Ampacity)

Höchstzulässiger Strom, der unter festgelegten Bedingungen übertragen werden kann. VDE0298, Teil 4.

Stromkreise (engl. Electric circuits)

In einer Leitung können Stromkreise mit unterschiedlichen Spannungen betrieben werden, wenn sie für die höchste vorkommende Spannung isoliert sind, VDE 0113 Teil 1 und VDE 0100 Teil 520.

Stromstärke (engl. Current)

Elektrische Einheit, gemessen in Ampere. Stromstärke = Spannung/ Widerstand.

Stufenfaser (engl. Step index fibre)

Lichtwellenleiter mit Stufenprofil, d. h. mit einem Brechzahlprofil, das durch eine konstante Brechzahl innerhalb des Kerns und durch einen scharfen Abfall der Brechzahl an der Grenze von Kern und Mantel gekennzeichnet ist.

Supraleitung (engl. Super-conduction)

Eigenschaft von Metallen und Oxiden, die durch Abkühlung bei Erreichen einer sogenannten Sprungtemperatur ihren elektrischen Widerstand verlieren.

T-Koppler (engl. T-Coupler)

Optisches Bauelement zum Zusammenführen des Lichtes zweier Lichtwellenleiter (siehe auch → Koppler). Umgekehrt kann es auch zum Aufteilen der Lichtleistung in einem Lichtwellenleiter auf zwei abgehende Lichtwellenleiter dienen.

Talkum (engl. Talcum)

Talkum ist ein mineralisches, leicht fettiges Naturprodukt. Es wird pulverförmig als Trenn- oder Gleitmittel verwendet. Auch Mischungen mit Glimmer sind im Gebrauch. Um beim Ummanteln eines Aderseils zu verhindern, dass das heiß aufgebrachte Mantelmaterial an der Aderisolation verklebt, wird das Seil zuvor mit Talkum eingestäubt. Neben der Trennwirkung wird gleichzeitig die Reibung zwischen den einzelnen Leitungselementen stark herabgesetzt und damit die Flexibilität und Abmantelbarkeit unterstützt.

TDR

Das Time Domain Reflectometry Messverfahren wird zur Fehlerortung in Kupferkabeln angewendet. Aus der Laufzeit und der Form eines reflektierten Impulses lässt sich der mögliche Fehlerort ziemlich genau bestimmen. Bei PVC-isolierten Adern beträgt dieser Werte ca. 0,541.

Temperaturbereich (engl. Temperature range)

Wird der vorgegebene Mindesttemperaturbereich unterschritten, darf auf das Kabel keine mechanische Kraft einwirken, da sonst die Isolation bricht (Starrheit der Polymerketten). Bei einer Überschreitung der Höchsttemperatur beginnt die Isolation zu schmelzen (Auflösung Polymerketten). Wichtig! Bei jeder Temperaturänderung verändert sich auch der Widerstand des Leiters.

Tex

Nach der „Feinheit im Texsystem“ wird die Feinheit von Fäden bestimmt. Dies ist eine physikalische Größe. 1 Tex = ein Faden, der bei einer Länge von 1000 m die Masse von 1 g hat. Beispiel: Polyesterseide hat 7 Tex = 1000 m Seide wiegen 7 g.

Thermoplaste (engl. Thermoplastics, thermoplastic materials)

Thermoplaste sind nicht vernetzte makromolekulare Verbindungen. Durch Erwärmung ist es möglich, sie immer wieder in einen plastischen Zustand zu versetzen. Sie werden hauptsächlich zur Ummantelung und Isolierung von Kabeln und Leitungen verwendet.

Thermospleiß (engl. Thermal splice)

Ein Thermospleiß ist eine Verbindung zweier Lichtwellenleiter durch das Verschmelzen der Leiterenden.

Thomson-Messbrücke zur Widerstandsmessung (engl. Thomson measuring bridge for resistance measurement

Mit ihr werden hauptsächlich sehr kleine Widerstände gemessen. Der Messbereich liegt zwischen 10-6 und einem Ohm. Sie ist unabhängig von Spannungsänderungen. Das Messergebnis wird nicht durch den Widerstand der Messleitung und andere Übergangswiderstände verfälscht (siehe auch → elektrischer Widerstand).

Torsion

Verdrehen der Leitung um die Längsachse. VDE0298, Teil 300, Abschnitt 5.4.4: Flexible Leitungen sind im Allgemeinen nicht für Torsionsbeanspruchungen bestimmt. In den Fällen, in denen derartige Torsionsbeanspruchungen nicht zu vermeiden sind, sollte der Aufbau der Leitung und die Art der Verlegung zwischen dem Anwender und dem Leitungshersteller abgestimmt werden.

Tragarmleitung (engl. Supporting cable)

Sie dienen aufgrund ihrer kleinen Abmessungen der Installation in kleinen und kleinsten Geräten.

Trägerfrequenz (engl. Carrier frequency)

Die Frequenz derjenigen Schwingung, deren Amplitude, Phase oder Frequenz durch ein Signal beeinflusst wird.

Trägerfrequenzschaltung (engl. Carrier frequency, hook-up wire)

In Trägerfrequenzanlagen werden sie zur Nachrichtenübertragung eingesetzt. Es können auf einer Leitung bis zu 120 Trägerfrequenzkanäle gleichzeitig übertragen werden.

Tragorgan (engl. Supporting core)

Seile aus Hanf, Stahl oder Kunststoff werden als tragendes bzw. Zugkräfte aufnehmendes Element in die Konstruktion eingebaut. In den meisten Fällen wird das Tragorgan zur Seele, also in der Mitte der Kabel und Leitungen angeordnet. Es gibt aber auch Konstruktionen, bei denen ein oder zwei Stahlseile außerhalb des Aderbündels, aber unter einem gemeinsamen Außenmantel angeordnet sind.

Transceiver

Er ist die aktive Komponente eines Ethernet-LANs für den Anschluss von Endgeräten an das elektrische Buskabel mit Funktionen zur Kollisionserkennung und Signalanpassung. Transceiver ist eine Kombination aus den Wörtern Transmitter (Sender) und Receiver (Empfänger). Der Transceiver führt Weiterleitungs-, Überwachungs-, Empfangs- und Störfunktionen aus.

Transferimpedanz (Kopplungswiderstand) (engl. Transfer impedance)

Die Transferimpedanz (Kopplungswiderstand) ist die maßgeb­liche Größe für die Güte des Schirmes und frequenzabhängig. Sie ist das Verhältnis des Spannungsabfalls längs eines Schirmes auf der gestörten Seite (außen) zu dem Störstrom auf der anderen Seite (innen) des Schirmes. Der Kopplungswiderstand wird durch den Aufbau des Schirmes, den Skineffekt und die kapazitive Einkopplung bestimmt.

Trassenwarnband (engl. Route warning tape)

Bei Erdarbeiten entsteht der größte Schaden an bereits in der Erde verlegten Kabeln. Aus diesem Grund werden ca. 40 cm über dem verlegten Kabel sogenannte Trassenwarnbänder verlegt, die Baggerführer bei Erdarbeiten auf die Kabeltrasse aufmerksam machen sollen.

Trennfolien, PETP-Folien (engl. Separator)

Polyethylenterephthalat-Folien werden in der Kabelindustrie als Isolierfolien verwendet. Sie besitzen sehr gute dielektrische und mechanische Eigenschaften. Als Trennfolie werden sie bei PVC-isolierten Leitungen und Kabeln eingesetzt.

Trennschicht (engl. Separating layer)

Folien, die zwischen den einzelnen Schichten auf die Kabelseele aufgebracht werden, um schäd­liche Einflüsse zu vermeiden.

Triaxial Kabel (engl. Triaxial cable)

Dreileiterkabel, welches aus drei zusammenhängenden Achsen aufgebaut ist. Es besteht aus einem Leiter in der Mitte, der zweite Leiter konzentrisch um den ersten Leiter und der dritte Leiter ist isoliert von den ersten beiden, normalerweise durch Isolation, ein Geflecht und einen Außenmantel.

Trommel (engl. Reel)

Um die Rüstzeiten bzw. Transportkosten niedrig zu halten, ist die Kabelindustrie bestrebt große Kabel- bzw. Leitungslängen auf Trommeln zu bringen. Außerdem werden die Verbindungsstellen und die dazugehörigen Garnituren bei größeren Kabellängen eingespart. Die Lieferlänge wird z. B. durch die Zug- und Biegefähigkeit der Leitung oder des Kabels und das Masse- oder Kabelvolumen begrenzt. Es gibt in der Kabelindustrie viele verschiedene Trommelgrößen.

Trommelaufbau (engl. Reel-structure)

Trommeln bestehen aus einem runden Kern, der beidseitig von im Durchmesser größeren Flanschen begrenzt ist. Die Größe des Flanschdurchmessers ist gleichzeitig die Nenngröße der Trommel. Zur Aufnahme der Antriebsachsen oder Pinolen sind im Zentrum der Trommelflansche Stahlbuchsen eingesetzt. Mit ihnen wird eine Beschädigung der Trommelflansche beim Auf- und Abwickelvorgang verhindert. An einem Trommelflansch (bis 1800 mm Nenngröße) ist ein Durchführungsloch zum Durchstecken eines Kabelendes, bei größeren Trommeln eine Einlaufschnecke angebracht, auf die das Kabelende gelegt wird. Damit sind beide Kabelenden der aufgewickelten Länge zugänglich und es kann die Endprüfung der Kabellänge gemacht werden. Meistens werden Versandtrommeln aus Kiefern- oder Fichtenholz hergestellt.

Trommelauswahl (engl. Reel size choice)

Die meisten Aufwickelanlagen der Kabelindustrie verfügen heute über Tabellen mit Füllvolumen bzw. aufwickelbare Produktlängen und Biegeradien, so dass die richtige Trommelwahl getroffen werden kann.

Trommelbar (engl. Reeling)

Gemeint ist die Fähigkeit von Leitungen, ständiges Ab- und Aufwickeln über längere Zeit schadlos zu überstehen. Bei ortsveränderlichen Stromverbrauchern (z. B. Kran) wird die für die unterschiedliche Arbeitsstellung erforderliche Leitungslänge auf einer Trommel mitgeführt. Das ständige Auf- und Abwickeln stellt hohe Ansprüche an die Leitungskonstruktion, sodass nur Spezialleitungen dafür geeignet sind.

TTP

Time Triggered Protocol Systeme kommunizieren in der Datentechnik ununterbrochen in vordefinierten Zeitabständen. Bandbreite asynchron 5 Mbit/s, synchron 25Mbit/s (siehe auch CAN-Bus-System).

Tubenkabel (engl. Tube cable)

Koaxiale Trägerfrequenzkabel mit Kupferinnenleiter, PE-Scheiben als Abstandhalter, einem rohrförmig gebogenem Kupferband als Außenleiter und einem Blei- oder Aluminiummantel. Sie werden als Fernkabel zur Übertragung von Fernsehsignalen und Nachrichten benötigt.

Tüllengehäuse (engl. Hood)

Das Gehäuseoberteil kann einen geraden oder seitlichen Kabelausgang haben. Das Tüllengehäuse ist frei kombinierbar mit einem Anbau-, Sockel- oder einem Kupplungsgehäuse.

Typprüfung (engl. Type test)

Periodisch durchzuführende Prüfung, bei der alle Parameter mit einbezogen werden, die das Ergebnis beeinflussen können. Diese Prüfung ist neu durchzuführen, wenn Weiter- und Neuentwicklungen stattgefunden haben oder Material, Technologie und Konstruktion verändert wurden. Die Häufigkeit von Typprüfungen ist gesetzlich, vertraglich oder betrieblich geregelt.

Überstrom (engl. Overcurrent)

Wird die zulässige Strombelastbarkeit überschritten, spricht man von Überstrom.

Überstromschutzorgane (engl. Overcurrent protection devices)

Überstromschutzorgane unterbrechen die Stromzufuhr bei einem Überstrom. Es sind z. B. Überstromschutzschalter und Schmelzsicherungen.

Übertragungsbandbreite (engl. Transfer rate)

Die Frequenz, bei welcher der Betrag der Übertragungsfunktion eines Lichtwellenleiters auf die Hälfte seines Wertes bei der Frequenz Null abgefallen ist, d. h. bei der die Signaldämpfung um 3 dB angestiegen ist. Da die Übertragungsbandbreite eines Lichtwellenleiters näherungsweise reziprok zu seiner Länge ist (Modenmischung), wird als Qualitätsmerkmal oft das Bandbreiten-Längen-Produkt angegeben.

Übertragungsfunktion (engl. Transmission function)

Ein Lichtwellenleiter wirkt für die zu übertragenden Signale als Tiefpassfilter. Während für tiefe Signalfrequenzen allein die Dauerstrichdämpfung maßgebend ist (siehe auch → Dämpfung), werden höhere Signalfrequenzen infolge der Dispersion des Lichtwellenleiters zusätzlich gedämpft. Dies wird durch die Übertragungsfunktion eines Lichtwellenleiters komlex, meist sind aber die Phasenverzerrungen so gering, dass die Angabe des Betrags der Funktion genügt.

UL

Abkürzung für Underwriters Laboratories. Amerikanische Prüfbehörde, ähnlich VDE in Deutschland.

UL Listing Mark für „listed cables & wires“ (engl. UL Listing Mark for listed cables & wires)

Einsatz dieser Kabel und Leitungen für die feste Verkabelung in Gebäuden zu Wohnzwecken, zur gewerblichen Nutzung und für die Industrie. Gelistete Kabel und Leitungen müssen nicht nur den entsprechenden individuellen UL-Produkt-Standards genügen, sondern auch in Übereinstimmung mit den entsprechenden Artikeln des National Electrical Code (NEC) eingesetzt werden. Gelistete Kabel und Drähte können sowohl zur werkseitigen Verdrahtungen elektrischer Betriebsmittel, Geräte, Apparate und Maschinen als auch für „Vor-Ort-Verkabelung“ von Industriemaschinen und -anlagen gem. NFPA 79 verwendet werden. Approbationskennzeichen am Produkt: (UL) = UL Listing mark.

UL Recognition Mark für „AWM cables and wires“ (engl.
UL Recognition Mark for AWM cables and w

Appliance Wiring Material, besser bekannt unter der Abkürzung „AWM“, umfasst Kabel und Leitungen, vorgesehen für die Verwendung vollständig werkseitig verdrahteter elektrischer Betriebsmittel, Geräte, Apparate, in Schaltschränken und Industriemaschinen nur als Teil eines „listed Assembly“.
AWM ist nicht gedacht für eine direkte Vor-Ort-Verkabelung (field wiring). Kabel und Leitungen mit UL AWM style Markierung sind für Anwendungen gemäß ihrer individuellen Style-Beschreibungen einzusetzen.

UL-Zulassung für Kabelverschraubungen (engl. UL-Approbation for cable glands)

Die Zulassung ist besonders dann erforderlich, wenn die Maschine oder Anlage, in der die Kabelverschraubung eingesetzt wurde, in die USA exportiert wird. Zulassung erfolgt nach einer Prüfung gemäß UL 514B und wird durch ein Zertifikat bestätigt. Die Nummer dieses Zertifikates ist die sogenannte „File Number“ (z. B. E 79903).

Ultraviolette Strahlung (engl. Ultraviolet radiation)

Diese unsichtbare Strahlung ist der Bereich des Spektrums der elektromagnetischen Wellen, welcher an den sichtbaren Bereich anschließt (UV-Strahlung).

Universalkabelbinder (engl. General cable tie)

Universalkabelbinder sind farbige oder transparente Befestigungselemente (meist aus Nylon bestehend), mit denen Einzeldrähte, Kabel, Leitungen gebündelt befestigt werden können. Ihre Innenverzahnung macht eine dauerhafte Verbindung möglich.

UTE

Abkürzung für Union Technique de l'Electricité (Frankreich).

Vagabundierende Ströme (engl. Vagrancy currents)

Ströme, die nicht über das elektrische Leitungsnetz (L1, L2, L3, N) fließen, bezeichnet man als vagabundierende Ströme.

VDE

Abkürzung für Verband Deutscher Elektrotechniker e.V., VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut – VDE-Prüfstelle.

VDE-Zulassung für Kabelverschraubungen (engl. VDE Approbation for cable glands)

Zulassung erfolgt nach einer Prüfung gemäß DIN/EN 50262 und wird durch einen Zeichengenehmigungsausweis bestätigt.

VDEW

Abkürzung für Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke.

Verbrennungswärme (engl. Heat of combustion)

Ist die Temperatur oder Wärme, die beim Verbrennen einer Leitung oder eines Kabels frei wird (siehe → Brandlast).

Verbunddraht – Aluminium (engl. Kupfer
Copper-clad (engl. aluminium wire)

Dieser Draht besteht aus einem Aluminiumkern und einer Kupfer­ummantelung.

Verdrahtungsleitung (engl. Wiring cable)

Leitung zur Verdrahtung von Betriebsmitteln, Schaltschränken usw.

Verdrehschutz (engl. Twist protection)

Ist die Sicherung von Lichtwellenleitersteckern gegen Verdrehungen. Ohne diese Sicherung würden die Stirnflächen der LWL aufeinander liegen und verkratzen, was die Dämpfung erheblich erhöhen würde.

Verlängerungsleitung (engl. Extension cord)

Dies ist eine ortsveränderliche Leitung, welche mit Kupplungsstecker und Kupplungssteck­dose konfektioniert ist. Die Kupplungen sind thermoplastisch fest an der Leitung angeformt und enthalten Schutzkontakte.

Verlegetemperaturen (engl. Laying temperature)

Bei der Verlegung sollte die Kabeltemperatur nicht unter +3 °C liegen. Kabel mit Ummantelung und Isolierung sind bei Kälte biege- und schlagempfindlich.

Verlustfaktor (engl. Loss factor)

Der Verlustfaktor ist frequenz-, temperatur- und kapazitätsabhängig. Dieser Faktor ist das Verhältnis von Wirkleistung zu Blindleistung bei sinusförmiger Spannung.

Verlustleistung (engl. Power dissipation factor)

Leistung, welche in Wärme oder sonstige Verlustenergie umgesetzt wird.

Vernetzer (engl. Cross-linking agent)

Vernetzer oder Vulkanisierstoffe in Gummimischungen sind entweder Schwefel (für Natur- oder Kunstkautschuk) oder Peroxid (für Silikone, EPDM). Die Schwefelvernetzung fängt bereits bei Raumtemperatur an und intensiviert sich bei Erhöhung der Temperatur. Bei einer exakten Temperatur wird bei der peroxidischen Vernetzung Sauerstoff zur Vernetzung frei.

Vernetzung (engl. Cross-linked)

Der Begriff kennzeichnet einen Herstellungsvorgang von Elastomeren, Thermoplasten und Duroplasten. Er sagt aus, dass unter Verwendung bestimmter Chemikalien die ursprünglich linear ausgerichteten Makromoleküle von flächigen zu räumlichen Strukturen verändert werden. Die Hilfsstoffe sind für Kautschuk, z. B. Schwefelverbindungen, für Thermoplaste und Duroplaste Peroxide. Die Vernetzung erfolgt unter dem Einfluss von Wärme und Druck, bei Thermoplasten auch durch energiereiche Strahlen. Die Vernetzung ist endgültig, also irreversibel und für die eigentlichen Werkstoffeigenschaften entscheidend (Kautschuk erhält u. a. seine dauerelastische Eigenschaft, bei Polyethylen werden z. B. thermische, mechanische und elektrische Eigenschaften verbessert).

Versandtrommeln (engl. Shipping reels)

Für die Qualität einer Leitung oder eines Kabels von der Wicklung bis zur Verlegung ist die Wahl der richtigen Versandtrommel mit entscheidend. Die Trommelgröße und damit das Wickelvolumen wird über den Wickelgutdurchmesser, der Wickelgutlänge und der Masse des Kabels bestimmt. Die Liefervereinbarung zwischen Hersteller und Kunden bestimmt Durchmesser und Masse aus der Produktkonstruktion und die Produkt­länge. Entscheidend ist, dass der Biegeradius des Kabels oder der Leitung, welcher die Größe des Trommelkerns bestimmt, nicht unterschritten wird.

Verschmutzungsgrad (engl. Pollution level)

Zahlenwert, der die zu erwartende Verschmutzung der Mikroumgebung angibt. Es werden Verschmutzungsgrade 1, 2, 3 und 4 verwendet. Über den Verschmutzungsgrad erfolgt die Zuordnung zu Luft- und Kriechstrecken. In industrieller Umgebung ist der Verschmutzungsgrad typischerweise 3.

Verseilmaschine (engl. Stranding machine, twister)

Durch die Verseilmaschinen erfolgt das Verseilen der Aufbauelemente eines Kabels oder einer Leitung. Verschiedene Typen der Verseilmaschinen sind Einschlag-, Doppelschlag-, Mehrfachschlag-, Schnell-, Korb-, SZ- und Universalverseilmaschinen.

Verseilung (engl. Stranding)

Die einzelnen Elemente von Leitungen und Kabeln werden parallel um ein zentrales Element gewunden. Bei den Elementen kann es sich um die Einzeldrähte eines Leiters oder um die Adern oder Gruppen von Adern handeln. Je nach Erfordernis erfolgt das Verwinden, Verseilen der Elemente mit unterschiedlichen Schlaglängen. Entsprechend der Anzahl der Elemente geschieht das in konzentrischen Lagen übereinander. Wird die nachfolgende Lage des Elements in gleicher Richtung zur vorhergehenden Lage aufgeseilt, so spricht man von Gleichschlag-Verseilung im Gegensatz zur Kreuz-(Gegen)Schlag-Verseilung, bei der die jeweils nachfolgende Lage in entgegengesetzter Richtung aufgeseilt wird. Die Verseilung hat einen „S“-Schlag, wenn die Verseilungsrichtung nach links sich vom Betrachter entfernend verläuft, und einen „Z“-Schlag, wenn die Richtung nach rechts verläuft. Ferner unterscheidet man Verseilungstechniken mit oder ohne Rückdrehung.

Verseilverband aus mehr als vier Adern (engl. Core stranding with more than four cores)

Es wird immer der für den Kabelaufbau beste Lagenaufbau der Verseilelemente gewählt, um möglichst runde Kabel zu erhalten. Mit isolierten Blind- oder Herzadern (Füllelementen) werden offene Stellen im Lagenaufbau gefüllt. Bei den Flachkabeln liegen die Aufbauelemente (Gruppen oder Adern) parallel nebeneinander, wobei die Aufbauelemente wieder verseilte Elemente sein können.

Verseilverband, Verseilverbund (engl. Core stranding)

Ohne Verseilung würden parallel nebeneinander liegende Drähte bei Biegung deformieren. Die äußeren Drähte würden überdehnt, die inneren gestaucht werden. Die Einzeldrähte werden schraubenförmig zusammengedreht, um die Biegsamkeit und Beweglichkeit des Leiters zu erhalten. So erhält man den Verseilverband oder Verseilverbund.

Vierer (engl. Quad)

Verseilart, bei der vier Einzeladern zu einem Vierer verseilt werden (Fernmeldekabel und -leitungen).

Vollader (engl. Tight buffer tube)

Fasertyp von Lichtwellenleitern, bei dem direkt über dem Mantelglas eine feste Kunststoffschicht aufgebracht ist.

Vollduplex (engl. Full duplex)

Das gleichzeitige Senden und Empfangen von Signalen ist bei der Vollduplexübertragung möglich.

Volt

Elektrische Maßeinheit für die Spannung. 1 Volt ist die Spannung, die in einem Widerstand von 1 Ohm einen Strom von 1 A hervorruft. Spannung = Widerstand x Stromstärke

Voltmeter (engl. Volt meter)

Spannungsmesser

Vorform (engl. Preform)

Glasstab, aus dem die Glas­fasern für Lichtwellenleiter ge­­zogen werden. Beim Ziehen der Glasfaser bleiben die Verhältnisse Kernglas zu Mantelglas erhalten.

VPE (engl. Cross-linked polyethylene XLPE)

Vernetztes Polyethylen.

VSWR (engl. Voltage Standing Wave Ratio)

Verhältnis der übertragenen Signalspannung verglichen mit der reflektierenden Signalspannung, die entlang der Übertragungsstrecke gemessen wird.

Vulkanisation (engl. Vulcanising)

Technologischer Prozess, bei dem mittels Temperatur, Druck und Verwendung von z. B. Schwefelverbindungen die Moleküle des Kautschuks dazu gebracht werden, Querverbindungen einzugehen. Erst durch diesen Prozess erhält Kautschuk seine dauerelastische Eigenschaft und wird industriell verwertbar (siehe → Vernetzung).

WAN (engl. Wide Area Network)

WAN ist die Abkürzung für Wide Area Network. Es ist ein großes Netzwerk mit unter Umständen weltweiter Ausdehnung. WANs verbinden meist LANs (Local Area Network) über Telefonleitungen. Router und Gateways sorgen für Verbindung der LANs mit unterschiedlicher Technologie. WAN ist sozusagen ein Weitverkehrsnetzwerk zur Anbindung von entfernten Benutzern an ein zentrales Netzwerk über öffentliche Leitungen.

Wanddicke (engl. Wall thickness)

Die Dicke der Leiterisolation oder des Mantels.

Watt

Elektrische Maßeinheit für Leistung V x A = Watt (VA).

WEEE-Richtlinie (engl. WEEE directive)

Im Rahmen des Elektro- und Elektronikgeräte Gesetzes (ElektroG) wird mit der WEEE-Richtlinie die Rücknahme von Elektro- und Elektronikprodukten geregelt.

Wellenlänge (engl. Wave lenghts)

Länge einer vollen Wellenschwingung (Periode). In der optischen Nachrichtentechnik werden üblicherweise drei Wellenlängenbereiche genutzt, und zwar 850 nm, 1300 nm und 1550 nm.

Wellenleiterdispersion (engl. Waveguide dispersion)

Die Dispersion, die bei nichtmonochromatischer Lichtquelle dadurch entsteht, dass das Verhältnis a/l und als Folge davon Feldverteilungen und Gruppengeschwindigkeiten der Moden eines Lichtwellenleiters wellenabhängig sind (a ist der Kernradius, l die Lichtwellenlänge). In der Praxis wirkt die Wellenleiterdispersion stets mit der Materialdispersion zusammen. Ihre Gesamtwirkung wird als chromatische Dispersion bezeichnet.

Wellenwiderstand (engl. Characteristic impedance)

Der Wellenwiderstand ist der Eingangswiderstand einer unendlich langen Leitung oder einer mit dem Kennwiderstand abgeschlossenen Leitung.

Wickelverbindung (engl. Wire–wrap connection)

Hierbei handelt es sich um eine lötfreie elektrische Verbindung. Der Kontakt wird von einem blanken Kupferdraht hergestellt, der unter großem Zug um einen aus Bronze, Messing oder Silber bestehenden Vierkantstab ge­wickelt wird (wird auch Kaltschweißung genannt).

Widerstand (engl. Resistance)

Widerstand = Spannung/Stromstärke; „Hemmung“ für den Stromfluss, ausgedrückt in Ohm. Je kleiner der Querschnitt, umso größer der Widerstand. Je mehr Ohm, desto schlechter der Stromfluss.

Zerhacker (engl. Vibrator, chopper)

Es ist ein Polwechsel mittlerer Leistung zur Erzeugung einer Wechselspannung aus einer Gleichspannung.

Ziffernbedruckung (engl. Numeral identification)

Siehe → Farbkennzeichnung/ Ziffernbedruckung.

Zink (engl. Zinc)

In der Kabelindustrie werden zum Korrosionsschutz verzinkte Stahlbänder bzw. Stahldrähte als Bewehrungsmaterial (→ Bewehrung) verwendet.

Zinn (engl. Tin)

Zinn wird zum Verzinnen von Kupferdrähten verwendet.

Zugbelastung (engl. Tensile load)

Diejenige Kraft, bis zu der ein Kabel unter bestimmten Voraussetzungen ohne Gefahr belastet werden darf.

Zugentlastung von Kabelverschraubungen (engl. Strain relief of cable glands)

Fähigkeit einer Kabelverschraubung, die Verschiebung eines befestigten Kabels oder einer befestigten Leitung unter dynamischer und Drehmoment-Last zu begrenzen.

ZVEH

Abkürzung für Zentralverband der Deutschen Elektrohandwerke e.V. (Deutschland).

ZVEI

Abkürzung für Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronik Industrie e.V. (Deutschland).

Zwickel (engl. Gusset)

Hohlräume, die zwischen den zu einem Seil verseilten Adern aufgrund ihres kreisförmigen Querschnitts zwangsläufig entstehen. Bei Verwendung von Sektorleitern entstehen praktisch keine Zwickel.