Oskar-Lapp-Forschungspreis und Stipendium 2018 - www.lappkabel.de

Oskar-Lapp-Forschungspreis und Stipendium 2018

Oskar-Lapp-Forschungspreis

Auf der 84. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) in Mannheim hat die Oskar-Lapp-Stiftung erneut wichtige Förderpreise an junge Herzforscher vergeben. Der Oskar-Lapp-Forschungspreis 2018 wurde geteilt und an zwei Herzwissenschaftler vergeben: Dr. Florian Gärtner und Dr. Jiong Hu. Der Preis ist mit insgesamt12.000 Euro dotiert.

 Dr. Florian Gärtner ist ärztlicher Mitarbeiter und Leiter der Forschungsgruppe „Morphodynamik von Blutplättchen" in der Medizinischen Klinik I am Klinikum Großhadern in München. In seiner Forschungsarbeit beschäftigte er sich mit wandernden Blutblättchen, die Bakterien in der Infektion einsammeln und bündeln. Er identifizierte dabei den Mechanismus der migrationsabhängigen Plättchen-Bakterieninteraktion und legte den Grundstein für die Entwicklung neuer pharmakologischer Strategien zur Behandlung von entzündungsbedingten Gewebeschäden.

Dr. Jiong Hu ist Junior-Gruppenleiter am Institut für Vascular Signalling, Zentrum für Molekulare Medizin, der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main. Er forscht an diabetischer Retinopathie, die bei erwachsenen Menschen eine Ursache für Erblindung darstellt.  Im Mausmodell stellte er fest, dass die erhöhte Aktivität des Enzyms Epoxidhydrolase (sEH) und die damit verbundene Bildung einer bestimmten Fettsäure-Form die diabetische Retinopathie beeinflusst. Daher könnte die Hemmung von sEH das Fortschreiten der Erkrankung verhindern und stellt einen vielversprechenden Therapieansatz dar.

Das Oskar-Lapp-Stipendium 2018 erhielt Dr. Melanie Ricke-Hoch, von der Medizinischen Hochschule Hannover, Zentrum Innere Medizin. Dr. Ricke-Hoch forscht über die seltene Herzerkrankung Peripartum Kardiomyopathie (PPCM). Sie tritt bei vorher gesunden Frauen im Zeitraum zwischen dem letzten Monat der Schwangerschaft bis sechs Monate nach der Geburt auf. Dr. Ricke-Hoch will die Mechanismen aufklären, die zur Entstehung von PPCM führen, um so die Heilungschancen von PPCM Patienten mit einer schlechten Prognose zu verbessern. Das Stipendium ist mit bis zu 20.000 Euro für Sachmittel ausgestattet. Der Förderzeitraum beträgt bis zu zwei Jahre.

Die Oskar-Lapp-Stiftung besteht seit 1992 und wurde zu Ehren des Stuttgarter Unternehmers Oskar Lapp gegründet, der am 25. April 1987 an einem Herzinfarkt starb. Seine Witwe, Ursula Ida Lapp, ist Vorsitzende des Stiftungskuratoriums. Die Stiftung will jungen Wissenschaftlern zusätzliche Anreize bieten, sich gezielt im Bereich der Herz- und Kreislaufforschung zu engagieren